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„Man darf sich keinen Fehler erlauben“

Das Nachwuchstalent des DSC kämpfte in der Vergangenheit mit vielen Verletzungen, gewann aber trotzdem schon einige Wettkämpfe.

Simon Wulff angelt in seiner Freizeit gern – wenn er dafür Zeit neben dem Training findet.
Simon Wulff angelt in seiner Freizeit gern – wenn er dafür Zeit neben dem Training findet. © Foto: Martin Skurt

Das Jahr 2019 war für Simon Wulff ein voller Erfolg. Denn er erreichte die EM-Norm und qualifizierte sich so für die U20-EM in Boras, Schweden. Simon Wulff holte hier mit 4-mal-100-Meter-Staffel Gold und belegte im 100-Meter-Sprint den fünften Platz. Das war nicht abzusehen, denn der 19-Jährige Sprinter vom Dresdner SC kämpfte immer wieder mit Verletzungen in der Vergangenheit.

Nach der Wintersaison ging es für ihn kurz bergauf. Trotzdem kämpft Simon noch mit einem Mittelfußbruch, der leider zu spät erkannt wurde. „Deswegen darf ich auch gerade noch nicht rennen, aber mittrainieren kann ich schon“, so der Sprinter. Er trainiert unter der Woche zweimal am Tag, außer am Freitag. Da er noch verletzt ist, arbeitet er am Kraftaufbau mit einem eigenen Trainer.

Simon Wulff ist der Älteste des Sprinter-Jahrgangs, da er am Neujahrstag geboren ist. Und er ist riesige 2,02 Meter groß. Zwar helfen ihm seine langen Schritte beim Sprint, aber eigentlich ist diese Körpergröße ungünstig. Denn Läufer starten so langsamer aus den Blöcken. Doch den 19-Jährigen reizt das. „Mir gefällt vor allem die kurze Anspannung beim Rennen“, erzählt er mit einem Lächeln. „Als Sprinter muss man auf den Punkt genau starten und darf sich keinen Fehler erlauben.“ Das und der sportliche Erfolg motivieren ihn. Und ganz wichtig: Er hat Spaß am Rennen und an der ständigen Verbesserung seiner Sprintzeiten.

Was er wohl geworden wäre, wenn er kein Leichtathlet wäre? „Vermutlich Handballer, das könnte ich mir gut vorstellen“, antwortet der junge Leichtathlet. Sein Vater ist Jörn Wulff, ein ehemaliger Handballspieler. In seiner Freizeit backt und kocht Simon Wulff zudem gern oder schaut am liebsten Serien – wenn er dafür Zeit findet. „Ich gehe auch mit meinem Vater angeln“, sagt der Sprinter. „Aber nur als Hobby. Beim Angeln komme ich dann mal zur Ruhe.“

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