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Sport

Favorit siegt am Tag der Dresdner Rekorde

Der Galoppklub veranstaltet die meisten Rennen seit 1990. Im bedeutendsten Wettbewerb profitiert der Gewinner auch vom Pech des Zweiten.

Wladimir Panov (links) führt Namos zum Erfolg.
Wladimir Panov (links) führt Namos zum Erfolg. © Matthias Rietschel

Dresden. Sie haben es schon wieder getan. Der Jockey Wladimir Panov und der vierjährige Hengst Namos wiederholten am Samstag auf der Dresdner Galoppanlage ihren Sieg von Baden-Baden. Da gewannen beide erst vor drei Wochen in einem Gruppe-III-Rennen, dort übrigens zum zweiten Mal hintereinander. Das Erfolgsduo siegte in der Prüfung, die mit der Champions League in anderen Sportarten vergleichbar ist, und wurde dadurch seiner Favoritenrolle gerecht. Der Große Preis der Landeshauptstadt Dresden war mit 27.500 Euro dotiert. Davon gingen 16.000 Euro an die Sieger.

Dabei spielte über 1.400 Meter auch das Glück eine Rolle. Mitte der Start-Ziel-Geraden ging der von Bauyrzhan Murzabayev gerittene Außenseiter Zerostress in Führung. Doch im weiteren Verlauf brach das Führungs-Duo ein bisschen nach außen weg. Das kostete erheblichen Schwung und am Ende aller Wahrscheinlichkeit nach auch den ersten Platz. Derweil kamen Panov und Namos an die Seite von Murzabayev und Zerostress und konnten sich kurz vor dem Ziel an die Spitze setzen. Die beiden Pferde trennte nach einem enorm spannenden Finale am Ende bloß ein Kopf Abstand.

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„Wir waren davor nicht so positiv gestimmt, da Namos sich auf einem Rechtskurs nicht wohl fühlt. Das hatten wir im Training schon beobachtet. Eine gerade Bahn wäre für ihn besser gewesen“, betonte Panov. „Er hatte im Bogen tatsächlich Probleme. Daher dauerte es auch eine Weile, bevor er den richtigen Schwung fand. Ich glaube nicht, dass wir gewonnen hätten, wenn Murzabayev und Zerostress auf ihrer Spur geblieben wären.“

Der Rennverein freut sich vor allem über eine Zahl

Panov gehörte zu den doppelten Gewinnern am Tag der Dresdner Bestmarken. Zwei Erfolge gelangen auch den Jockeys Michael Cadeddu und Maxim Pecheur sowie dem Leipziger Trainer Marco Angermann. Dessen Dresdner Kollegen hatten ebenfalls Grund zum Feiern: Stefan Richter bejubelte mit dem Sieg der Stute Karlamaria den 200. Erfolg als Trainer. Kollegin Claudia Barsig freute sich über den Sieg des Wallachs So Super.

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