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Gang in die Kita mit Musik

Das Landespolizeiorchester spielte im Kamenzer Stadttheater für Kinder. Das Konzert ist Teil der Präventationstage.

© René Plaul

Von Frank Oehl

Genieß‘ die Heimat mit Oppacher!

Im grünen Herzen des waldreichen Landschaftsschutzgebietes Oberlausitzer Bergland sprudelt ein ganz besonderer Schatz: Oppacher Mineralwasser, das überall dort zu Hause ist, wo Menschen ihre Heimat genießen.

Kamenz. Wenn Klein-Christian zum ersten Mal allein in den Kindergarten geht, kann er einiges erleben. Im Großen und Ganzen geht es dabei recht beschwingt zu, aber das liegt vor allem am Landespolizeiorchester unter Leitung von Torsten Petzold. Die Musiker begleiten den Fünfjährigen nämlich musikalisch – und ein ganzer Stadttheatersaal nimmt klatschend, trommelnd und auch ein bisschen zappelnd daran teil. So sind sie nun mal – die 2. Präventionstage des Polizeirevier Kamenz. Insgesamt sind in dieser Woche in Radeberg und Kamenz zehn Konzerte anberaumt, und ihr Erfolg ist auch diesmal garantiert.

Das liegt am Konzept. Kinder im Vorschulalter und Grundschüler werden sozusagen mit musikalisch umrahmten Vorlesungen auf mögliche Probleme und Gefahren für ihre Altersgruppe vorbereitet. Wenn Christian allein auf bekannten Wegen losgezogen ist, weil die Oma diesmal verhindert ist, wird er sich höchstwahrscheinlich mehr Zeit nehmen, als sonst. Damit lauert schon mal eine Gefahr – die Bummelei, zum Beispiel, wenn es am Tiergarten vorbeigeht und ihn keiner weiterzieht.

Die Fünf- bis Siebenjährigen haben ihren Spaß, die vom Orchester blasmusikalisch gezeichneten Elefanten, Affen und Kamele zu erkennen, und so vergeht die Zeit. Dann muss losgerannt werden – zum Beispiel auf die Kreuzung zu, deren Fußgängerampel gerade noch Grün zeigt. Erzähler Jörg Fleckna versteht es, mit dem Orchester die Dramatik eines Beinahe-Unfalls erschreckend realistisch darzustellen. Die Kleinen sind geschockt. „Ihr dürft niemals auf eine Kreuzung zurennen. Ihr müsst immer anhalten und noch einmal schauen, weil die Autos ja auch Grün haben und Euch viel zu spät sehen können beim Abbiegen.“

Und, was ist zu tun, wenn einen ein Fremder anspricht? Oder wenn da plötzlich ein verloren gegangenes Feuerzeug auf dem Boden liegt? Die beiden Katzen Minz und Maunz aus dem Struwwelpeter ahnen, was passieren kann, und am Ende wissen es auch die Kindergartenkinder aus Radeberg und Kamenz. Wobei auch der reine Spaß nicht zu kurz kommt, zum Beispiel, wenn die Mädchen und Jungen im Saal mit einfachen Rhythmusinstrumenten selbst den Takt mit angeben. Das Konzept funktioniert. Kein Wunder: Christians Gang in die Kita („Ein ganz normaler Tag“) wird demnächst zum 600. Mal gespielt.

Und bei den Älteren aus der dritten und vierten Klasse geht es auch in diesem Jahr um Themen wie den Missbrauch von Alkohol und Drogen, der sie zwar noch nicht persönlich betrifft, mit dem sie aber schon vielfach konfrontiert sind. Polizeirevierleiterin Susann Benad-Uslaub: „Aufklärung ist die beste Möglichkeit, Kinder auf das Leben und jene Aufgaben vorzubereiten, die auf sie warten.“ Das sächsische Polizeiorchester leiste mit seinen kindgerechten Programmen ausgesprochen wertvolle Präventionsarbeit, auf die man auch weiter zählen werde. Im vergangenen Jahr nahmen immerhin mehr als 2000 Kinder aus fast allen Kindergärten und Grundschulen des westlichen Landkreises Bautzen teil, und auch in diesem Jahr werden insgesamt etwa 2 200 junge Zuhörer erreicht.

Mit von der Partie ist auch diesmal der Rotary Club Kamenz. Die Rotarier sichern im Stadttheater die Garderobe ab. Und auch das kann eine ganz schön beschwingte und zapplige Angelegenheit sein ...