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Ganz einfach ran an die Leute

Daniela Pfeiffer über Welterbe für die normalen Görlitzer

© Matthias Weber

Genau! Bierdeckel sind fantastisch, um die Aufmerksamkeit der Leute zu bekommen. Total banal und sicher total wirksam. Mit dieser Idee zeigt der Görlitzer Tourismusverein, wie es gehen kann. Denn die Menschen müssen mitgenommen werden auf die Welterbe-Reise. Das war bisher noch nicht der Fall. Musste es auch nicht zwingend. Denn natürlich müssen sich erst kleinere Kreise aus Verwaltung und Politik abstimmen – über die Absicht, mögliche Wege, Konzepte und Finanzierung, so ein Mammutvorhaben anzugehen.

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Egal ob Umgebinde, kleinster Wohnraum oder Dachschrägen: Für das Einrichtungshaus Schimon ist keine Decke zu niedrig, kein Raum zu klein!

Aber irgendwann muss der Wille dann mal in der gesamten Stadt sichtbar und vor allem spürbar sein. Görlitz kann das, das hat es eindrucksvoll 2010 bei der Kulturhauptstadt-Kampagne bewiesen. Pfiffige Ideen und eine Strategie wie damals sind nun wieder gefragt. Damit die Jury irgendwann überzeugt ist: Diese Stadt will und kann Welterbe.

Dabei schadet es sicher nicht, nach rechts und links schauen und von anderen zu lernen. Manchmal scheint ein Projekt so hoch angelegt, dass man auf einfache Dinge wie einen Malwettbewerb nach Schweriner Vorbild nicht kommt – oder sich nicht traut. Aber warum nicht? Dem werden schließlich hochwertige, gut durchdachte Konzepte fürs Fachliche gegenüberstehen – irgendwann mal in einigen Monaten. Und nur dieses Komplettpaket wird vermutlich der Schlüssel zum Erfolg sein können.