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Gartenfest mit Hallenblick

Anruf bei Thomas Leder, der mit seinem Förderverein zum Sommerfest im Garten der Görlitzer Stadthalle einlädt.

© Nikolai Schmidt

Hallo Herr Leder, Ihr Sommerfest ist irgendwie ein Statement?

In erster Linie ist es ein schönes Familienfest an einem sicher sonnigen Nachmittag mit Musik aller Art, Tanz und Kinderkarussell und anderen Überraschungen. Aber es symbolisiert auch unsere Arbeit seit 2012, wo wir anfingen, den Garten nutzbar zu machen und Strom, Wasser und Abwasser zugänglich machten. Das hat sich seit der Sommerbespielung durch das Theater zum Glück sehr erleichtert.

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Warum sollte es denn jeder Lausitzer besuchen?

Nicht nur Lausitzer, auch Dresdner und Niederschlesier – vor allem jenseits der Neiße. Natürlich, um einen Blick auf das größte Bauwerk von Görlitz zu werfen und dessen Bedeutung zu erinnern. Denn es ist mit 1900 Sitzplätzen nicht nur die größte Konzerthalle zwischen Berlin und Prag sowie Breslau und Dresden – sondern sie hat eine Akustik, die den Wiener Philharmonikern würdig wäre. Und die romantisch gestimmte Sauer-Orgel ist weltweit einmalig.

Und was gibt es bei diesem Blick am Sonntag zu sehen?

Derzeit wird der Kleine Saal und der Keller darunter hergerichtet, so können dort ab nächstem Jahr erste Veranstaltungen stattfinden. Die dritte Bauphase, also der große Ausbau, muss dieses Jahr noch eingeleitet und finanziell unterfüttert werden – unser Ziel bleibt die Sanierung bis zur 950-Jahr-Feier der Stadt! Wir würden uns auch freuen, wenn der Oberbürgermeister mal zum Sommerfest käme – und ihn, als große Bürgerinitiative mit knapp dreihundert Mitglieder aus seiner Stadt, herzlich begrüßen.

Es ist jetzt das vierte Sommerfest – was passiert beim siebten anno 2021?

Dann wird Görlitz 950 Jahre alt – und wir feiern auf jeden Fall in der Stadthalle, egal, wie weit die Bauarbeiten sind. Falls sie aber bis dahin nicht fertig sein sollte, wäre es eine gute Gelegenheit, dass die dafür Verantwortlichen aus Rathaus und Stadtrat in Büßerkostümen durch die Stadt laufen.

Interview: Andreas Herrmann