merken

Gartentag mit viel Sonne – aber auch Schatten

Der Heidebogen bilanziert den vergangenen Sonntag. Erstmals ging die Besucherzahl zurück. Das lag auch an der diesmal sehr zeitigen Rhododendronblüte.

© René Plaul

Kamenz/Bischheim.Das Interesse am Tag der Parks und Gärten war auch im zehnten Jahr ungebrochen. Im Vorjahr war mit über 6 600 Besuchern ein neuer Rekord aufgestellt worden. Auch wenn mit 4 300 die Besucherzahlen des Vorjahres deutlich unterschritten wurden, sind die Veranstalter vor Ort größtenteils zufrieden. Der Vorjahresrekord kam durch den gleichzeitig im Schloss Schönfeld stattfindenden SZ- Antik- und Trödelmarkt zustande, der diesmal im Schloss Oberlichtenau abgehalten wurde, welches sich nicht am Gartennetzwerk beteiligt. Heidebogen-Regionalmanager Klaus Krömke: „Zumindest hat der benachbarte Bibelgarten einen kleinen Nutzen gehabt, denn es kamen 840 Besucher. Eine Zahl, die die Anlage bei den bisherigen Gartentagen noch nie erreicht hatte.“

Nachteilig habe sich 2018 die Witterung ausgewirkt, die zur Folge hatte, dass die Hauptblütezeit des Rhododendron bereits eine Woche früher war. „Deshalb war der Besuch in der Rhododendrongärtnerei und den von Rhododendren dominierten Parks in Bischheim und am Hutberg auch deutlich geringer“, so Krömke.

Die gesunde Drittelstunde
Die gesunde Drittelstunde
Die gesunde Drittelstunde

Impfen lassen? Neue Therapien? Was zahlen Kassen? Fragen rund um das Thema Gesundheit: hier gibt es Antworten. Redakteur Jens Fritzsche im Gespräch mit Experten.

Auf jährlich steigende Besucherzahlen könnte dagegen Schloss und Park Lauterbach verweisen. Im Gegensatz zu manch anderer Einrichtung wird hier Eintritt verlangt, doch den zahlt man gern, denn es stimmt hier einfach alles. Der Mix aus heimatgeschichtlicher Bildung, Markttreiben, Gastronomie und Unterhaltung – diesmal mit dem Duo „UnFOLKkommen“ und dem Lauterbacher Kinderensemble „Hopfenbachflöhe“ – sowie einem quicklebendigen Verein, der dahintersteht und seine breite personelle Basis auch mobilisieren kann, führen zu diesem Ergebnis. Auch eine Bank sei der Schlosspark Hermsdorf gewesen. 250 Besucher zählte die Schlossparkgesellschaft, wobei 60 Besucher an drei Führungen teilnahmen.

Krömke: „Diejenigen Anlagen sind am erfolgreichsten, denen es gelingt, die eigene Bevölkerung zu mobilisieren – ob beim Mitgestalten des Gartentages oder als Gäste. Nahezu automatisch ein Zuschauermagnet entsteht dort, wo die einheimischen Kindereinrichtungen zum Programm beitragen. Der Versuch, mehr Südbrandenburger ins Boot zu holen, fiel in diesem Jahr mangels Nachfrage ins Wasser, obwohl es im Vorjahr angefragt worden war. (SZ)