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Gas-Riese VNG pumpt Geld in ostdeutsche Kommunen

Gute Wirtschaftsnachrichten für acht ostdeutsche Kommunen: Der Gas-Riese VNG, Ostdeutschlands größtes Unternehmen mit zuletzt zehn Milliarden Euro Umsatz, hat seinen Gewinn erneut gesteigert.

© dpa

Leipzig. Gute Wirtschaftsnachrichten für acht ostdeutsche Kommunen: Der Gas-Riese VNG, Ostdeutschlands größtes Unternehmen mit zuletzt zehn Milliarden Euro Umsatz, hat seinen Gewinn erneut gesteigert. Der Konzern schüttet daher dieses Jahr 35 Millionen Euro Dividende an seine Anteilseigner aus, wie Finanzchef Bodo Rodestock gestern bekanntgab. Die Stadt Dresden, die knapp 6,47 Prozent am VNG-Konzern hält, dürfte sich demnach über gut 2,2 Millionen Euro aus den Gewinnen freuen. Für Leipzig sind es gut 2,6 Millionen Euro, für Hoyerswerda knapp 480 000 Euro. Drei Viertel des Unternehmens gehören indes der EnBW aus Baden-Württemberg, die den Löwenanteil verdient. Die gute Jahresbilanz mit einem Überschuss von 71 Millionen Euro ging allerdings auch zulasten der Belegschaft: Die Zahl der Mitarbeiter sank um fast 140 auf nur noch 1 154. Die VNG – Verbundnetz Gas Aktiengesellschaft ist Erdgasgroßhändler und Energiedienstleister in Leipzig, seine Gründung zu DDR-Zeiten reicht ins Jahr 1958 zurück. Mittlerweile stellt sich der Gas-Experte allerdings auch auf eine Zeit ein, in der immer weniger fossile Brennstoffe genutzt werden. So hat die VNG nun auch begonnen, erste Biogas-Anlagen anzukaufen. Zudem werden dezentrale Quartierslösungen für die lokale Energieversorgung entwickelt.

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Daneben will die VNG ihre europaweite digitale Infrastruktur künftig weiter vermarkten. Außerdem beteiligt sich das Unternehmen zunehmend an Start-ups und anderen innovativen Unternehmen aus der Energiebranche.

Zugleich treibt die VNG den Ausbau ihrer hauseigenen Gas- und Öl-Förderung in Norwegen voran. Mit dem Feld „Fenja“ gibt es dort einen eigenen Fund, der spätestens ab 2021 gefördert werden soll. Zudem beteiligt sich die VNG an neuen europäischen Großprojekten wie der 485 Kilometer langen Gaspipeline „Eugal“ von der Ostsee durch Sachsen bis Tschechien. Den weitaus größten Teil des Konzernergebnisses liefert indes VNG-Tochter Ontras, die ein 7000 Kilometer langes Fernleitungs-Gasnetz in Europa betreibt und vermarktet. (heit)