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Gassi-Rabatt auf Waldparkplätzen

Der Nationalpark Sächsische Schweiz straft jährlich Dutzende Falschparker ab. Es gibt aber auch ein gebührenfreies Angebot.

© Uwe Soeder

Von Gunnar Klehm

Sächsische Schweiz. Eine hohe fünfstellige Summe hat die Nationalparkverwaltung Sächsische Schweiz im vergangenen Jahr an Parkgebühren eingenommen. Genauer konnte oder wollte die Behörde nicht werden. Klar ist jedoch, wofür das eingenommene Geld verwendet wird. „Knapp die Hälfte dieser Einnahmen benötigen wir für die Unterhaltung der Parkplätze. Die andere Hälfte investieren wir in die Förderung des öffentlichen Nahverkehrs“, erklärt Sprecher Hanspeter Mayr. So fördert der Nationalpark beispielsweise die Buslinie 241/Kirnitzschtallinie und ab diesem Jahr auch die neue „Steine-Linie“ im linkselbischen Bereich sowie kleinere Maßnahmen im Rahmen der Initiative Fahrtziel Natur.

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Sorgen machen den Revierleitern und der Nationalparkwacht immer wieder Autofahrer, die nicht auf den ausgewiesenen Parkplätzen, sondern in Waldeinfahrten parken. „Das ist besonders problematisch, wenn es sich um Rettungswege handelt“, sagt Mayr. Jährlich sind es etwa 70 bis 100 Fälle, in denen die Nationalparkverwaltung über die Landesdirektion Sachsen ein Ordnungswidrigkeitsverfahren gegen Autofahrer einleiten lässt.

An der Höhe der Gebühren auf den Wanderparkplätzen wird sich dieses Jahr nichts ändern. Jeder muss drei Euro zahlen, wenn er länger als eine Stunde parken will. Die erste Stunde soll weiterhin kostenlos bleiben, auf dem Parkplatz Hockstein sind es sogar zwei Stunden. Das soll ein Zugeständnis an Einheimische sein, die nur eine kurze Runde spazieren oder mit dem Hund Gassi gehen wollen. Nachts besteht grundsätzlich Parkverbot. Damit soll verhindert werden, dass die Flächen zu wilden Caravanstellplätzen umfunktioniert werden.