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Gastgewerbe fordert Nachbesserungen beim Mindestlohn

Hotel- und Gastronomiebetriebe in Sachsen haben den geplanten Mindestlohn von 8,50 Euro scharf kritisiert und Korrekturen gefordert. „Sonst sehe ich ein Stück Kultur und Lebensqualität sterben, vor allem Pensionen und Gasthöfe auf dem Land“, sagte der Präsident der Dehoga Sachsen, Helmut Apitzsch.

Dresden. Hotel- und Gastronomiebetriebe in Sachsen haben den geplanten Mindestlohn von 8,50 Euro scharf kritisiert und Korrekturen gefordert. „Sonst sehe ich ein Stück Kultur und Lebensqualität sterben, vor allem Pensionen und Gasthöfe auf dem Land“, sagte der Präsident der Dehoga Sachsen, Helmut Apitzsch, am Montag in Dresden. Durch die Einführung des Mindestlohns rechnet der Branchenverband mit Lohnsteigerungen von rund 30 Prozent. Diese würden zu „massiven Preiserhöhungen“ führen und könnten gerade in strukturschwachen Regionen Umsatzeinbußen zur Folge haben.

Der Dehoga fürchtet die Gefährdung von Arbeitsplätzen und die drohende Schließung von Unternehmen. „Deshalb lehnen wir das Gesetz in der jetzigen Fassung vehement ab.“

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Unter anderem fordert der Dehoga, dass der Mindestlohn nicht wie geplant ab dem 18. Lebensjahr, sondern frühestens ab 23 Jahren greift. Das Gleiche sollte für Minijobber und ungelernte Hilfskräfte gelten. Zudem sollten die in einigen Bereichen ausgehandelten Flächentarifverträge beibehalten werden und von einer Übergangsfrist bis 2016 profitieren. Die Zahl der Gastgewerbe-Betriebe in Sachsen ist laut Dehoga in den vergangenen fünf Jahren von mehr als 10.000 auf derzeit 9.100 gesunken. (dpa)