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Gaststätte am Bad geschlossen

Für das Lokal in Schmölln wird ein neuer Wirt gesucht. Für die Versorgung der Badbesucher ist nun möglicherweise „Plan B“ nötig.

© Steffen Unger

Schmölln. „Hier schmeckt’s heldenhaft“, liest man an der Bad-Gaststätte in Schmölln. Doch das Gitter an der Tür ist verschlossen, in der Küche bleibt der Herd kalt. Schon seit Anfang Februar. Und es sieht momentan nicht danach aus, dass sich daran bald etwas ändern wird. Mario Klose, Eigentümer und Betreiber der Gaststätte, bestätigte jetzt auf SZ-Anfrage, dass er das Lokal aufgibt. Verkaufen, verpachten, vermieten – alles komme für ihn infrage. Mit einem Interessenten stehe er bereits in Kontakt, sagt er. Weitere können sich melden.

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Der Rückzug des Bischofswerdaers überrascht viele. Mario Klose hatte die Gaststätte erst vor knapp anderthalb Jahren von seinen Vorgängern, die sie 20 Jahre lang erfolgreich geführt hatten, gekauft. Er modernisierte das Lokal, richtete es komplett neu ein und eröffnete es Anfang Februar 2017 neu. Die Burger-Wochen Ende vergangenen Jahres waren ein Hit.

Mit Schließung der Bad-Gaststätte verliert Schmölln (vorerst) sein letztes Gasthaus. Zum Verlust für Tagesgäste und Leute, die eine Familienfeier planen, kommt noch ein weiterer Fakt hinzu: Die Inhaber der Bad-Gaststätte sicherten viele Jahre lang auch die Imbiss-Versorgung für die Besucher des Freibades ab. Das könnte nun in diesem Jahr gefährdet sein. Bürgermeister Achim Wünsche (parteilos) dringt deshalb auf ein Gespräch mit Mario Klose, um Klarheit zu haben, wie es weitergeht.

Gegenüber der SZ sagte der Wirt, er werde auch nicht mehr den Bad-Imbiss betreiben. Damit könnte für die Gemeinde möglicherweise „Plan B“ in Kraft treten: „Wir müssen dann kurzfristig nach einer anderen Möglichkeit suchen, um die Versorgung der Gäste unseres Bades sicherzustellen“, sagte Achim Wünsche zu Beginn dieser Woche der SZ. Die Zeit ist knapp. Wenn das Wetter mitspielt, will die Gemeinde Schmölln-Putzkau ihr Freibad schon Mitte Mai öffnen.

Insgesamt 50 Gäste finden im Gastraum und dem benachbarten Vereinszimmer Platz. Wird bei Gesellschaften eine Tafel gestellt, wird mit bis zu 35 Plätzen kalkuliert. Weitere 25 Plätze bietet die Terrasse des Lokals. (SZ/ir)