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Gaudi schon vorm Start

Das Badewannenrennen am Sonnabend in Rosenthal wird zum Volksfest. Bootsbauer und zwei Komiker haben sich gut vorbereitet.

© Foto: privat

Von Gunnar Klehm

Rosenthal. Da haben die technikbegeisterten Männer des Faschingsclubs Bielatal sofort zugesagt, als sie gefragt wurden, ob sie sich mit einem handgetriebenen Wasserfahrzeug am Badewannenrennen in Rosenthal beteiligen wollen. Innerhalb von zwei Wochen war es fahrbereit. „Da hatten wir aber Glück, dass gerade jemand aus Bielatal seine alte Badewanne entsorgen wollte“, sagt Mike Haberecht. Statt auf dem Müll landete das ausrangierte Stück nun auf seinem Hof und wurde mit allerlei Umbauten zu einem „Narrenschiff“ gemacht, wie es die Faschingsleute nennen.

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Eine erste Probefahrt habe das Vehikel bestanden, sagt Haberecht. Ein ganzes Team hat daran mitgebaut. Sie alle gehören zur Faschingspolizei. Dass sie auch im Sommer für jeden Spaß zu haben sind, werden sie am Sonnabend beweisen. „Das Ziel wird sein, nicht zu sinken“, sagt Haberecht. Das war bei vorangegangenen Rennen in Rosenthal immer wieder mal vorgekommen, zur Freude der Zuschauer. Dass sich die Faschingsleute für ihre Fahrt ordentlich verkleiden werden, das ist für sie selbstverständlich.

Bei dem Volksfest am Sonnabend werden aber noch weitere Spaßvögel auflaufen. So hat sich das beliebte Comedy-Duo Günther & Hindrich angesagt. In einem lustigen Video zeigen sie im Internet schon mal, wie man es nicht machen sollte. Beim Wettrennen sind sie auf jeden Fall dabei.

„26 Teams haben sich bis zum Meldeschluss am Sonntag registriert“, sagt Maik Lindemann, der zu den Organisatoren gehört. Bei der Startauslosung bekommt jede Badewanne dann ein Land zugeordnet, für das die Besatzung antritt. Das soll schon mal ein bisschen auf die kommende Fußball-WM einstimmen. Neben dem Faschingsklub sind weitere Vereine und ortsansässige Unternehmen mit eingebunden. „Wir müssen die Arbeit bei Catering und Ablauf auf viele Schultern verteilen“, sagt Lindemann. Anders wäre der Aufwand bei mehreren Hundert Besuchern, die erwartet werden, nicht zu bewältigen.

Abends gibt es dann noch härteste Heavy-Metal-Musik von vier Bands im Kulturpalast, der ehemaligen Turnhalle. Die hatten insbesondere die jungen Leute aus der Gemeinde in den vergangenen Monaten ausgebaut. „Leider werden die Sanitäranlagen innen nicht rechtzeitig fertig“, sagt Lindemann. So hilft man sich mit mobilen Häuschen aus. Alles andere soll abends aber drinnen über die kleine Bühne gehen. Die Nachbarn sollen ja nicht über Gebühr gestört werden – wenn überhaupt. Nur wenn es zu viele Konzertbesucher sein sollten, wolle man draußen noch eine Leinwand aufstellen, auf der die Auftritte der Livebands übertragen werden können.

Badewannenrennen, 26. Mai, 11 bis 19 Uhr, Freibad Rosenthal, Königsteiner Straße

Death Earth Festival, 26. Mai, ab 20 Uhr, Kulturpalast (ehem. Turnhalle) am Bad Rosenthal