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Geballte Energie

Ein Block von 500 Kondensatoren liefert seit gestern im Dresdner Forschungszentrum Rossendorf die Energie für extrem hohe Magnetfelder. Keine Anlage, die man einfach so als wissenschaftliches Gerät kauft...

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Von Frank Stadlerzu Investitionenin die Forschung

Ein Block von 500 Kondensatoren liefert seit gestern im Dresdner Forschungszentrum Rossendorf die Energie für extrem hohe Magnetfelder. Keine Anlage, die man einfach so als wissenschaftliches Gerät kauft und dann aufstellen lässt: Hier steckt der Forschergeist vieler Köpfe aus den Rossendorfer Instituten drin, die Schritt für Schritt an kleineren Vorläufern getestet haben, wie sich die gewaltigen Energiemengen beherrschen lassen. Sie haben gemeinsam mit Industriepartnern etwas geschaffen, das nun europäische Spitze bildet. Zu Recht erwarten die Sachsen, dass die Leistungsfähigkeit ihrer Anlage künftig eine hohe Anziehungskraft für Wissenschaftlergruppen anderer Institute aus Deutschland und ganz Europa besitzt. Bietet sie doch eine Plattform für Experimente, die ihresgleichen sucht. Profitieren kann davon letztlich auch wieder die Forschung in Sachsen.

Möglich wurde die geballte Energie allerdings nur, weil auch die nötige Finanzkraft dahinter steckt. Spitzenforschung wird heutzutage eben von Großgeräten angezogen, die das Vordringen in bislang unbekannte Bereiche möglich machen – und für die bedarf es entsprechender Investitionen. Geballte Kraft sollte deshalb weiter aus dem sächsischen Haushalt für Innovatives zur Verfügung stehen – die Ideen sind jedenfalls vorhanden. Denn was heute auf diesem Gebiet passiert, wird unser Leben in 20, 30 Jahren bestimmen. S.1