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Geld und Recht

Gebührenfreie Kreditkarten für Sachsen

Die Kreditkarte gilt gerade auf Auslandsreisen als sicheres Zahlungsmittel.

© Pixabay.com / stevepb / https://pixabay.com/de/pho

Von vielen Verbrauchern wird sie bevorzugt beim bargeldlosen Zahlen verwendet. Ein Punkt, vor dem viele zurückschrecken, sind die Kosten. Dabei gibt es auch gebührenfreie Kreditkarten. Bei der klassischen Kreditkarte fallen Gebühren für die Bereitstellung, in Form einer Jahresgebühr und Sollzinsen an. Beides macht die Karten als Zahlungsmittel teuer und sorgt für eine gewisse Verunsicherung auf Seiten der Bürger. Gebührenfreie Kreditkarten versprechen hier Abhilfe. Doch Verbraucherschützer warnen: Auch hier gibt es große Unterschiede zwischen den Gesamtkosten, die auf die Verbraucher zukommen.

Gebührenfrei ist nicht kostenlos

Viele Verbraucher sehen eine gebührenfreie Kreditkarte auch als kostenfrei an. Hierbei handelt es sich aber um einen Trugschluss. Tatsächlich sind nämlich nur die wenigsten Karten wirklich kostenlos. Meistens müssen bei der Nutzung zumindest Zinsen gezahlt werden. Von einer Gebührenfreiheit ist lediglich dann die Rede, wenn keine Jahres- oder Monatsgebühr von den Gesellschaften erhoben wird. Die Sollzinsen auf die Buchungen werden trotzdem berechnet.

Verbraucher müssen bei der Auswahl einer solchen Karte also grundlegend auf Zinsen achten, die von den Gesellschaften veranschlagt werden. Ein weiterer Punkt, in dem sich die Angebote stark voneinander unterscheiden, sind die Leistungen, die mit der Kreditkarte angeboten werden. Nicht jede gebührenfreie Kreditkarte kann beispielsweise für Bargeldabhebungen im Ausland verwendet werden. Teilweise sind Versicherungen für die Nutzung im Ausland eingeschlossen. Interessant können unter Umständen die Bonuspunkt- und Cashback-Programme sein, die an eine gebührenfreie Kreditkarte gebunden sind. Durch Bonuspunkte erhalten die Karteninhaber Zugang zu Prämien. Bei den Cashback-Programmen werden bei jeder Bezahlung mit der Kreditkarte wenige Cent zurückgezahlt. 

Vergleich lohnt sich

Um die beste gebührenfreie Kreditkarte zu finden, lohnt sich ein Vergleich. Verbraucher haben verschiedene Möglichkeiten. Zum einen kann auf Vergleichsportale zurückgegriffen werden, zum anderen kann natürlich auch selbständig verglichen werden. Es werden generell verschiedene Kartentypen unterschieden. So gibt es neben der Prepaid-Karte, die als Guthabenkarte konzipiert ist, die Charge Card. Bei der Anwendung ergeben sich aufgrund des Kartentyps kaum Unterschiede. Anders sieht es bei der Abrechnungsart aus. Die Prepaid-Kreditkarte muss daher immer erst mit einem aktuellen Guthaben versehen werden.

Durch das Guthabenmodell ergibt sich der Vorteil, dass die Bonität des Karteninhabers keine Rolle bei der Ausgabe spielt. Diese gebührenfreie Kreditkarte kann also in der Regel auch bei einem Schufa-Eintrag genutzt werden. Wie hoch das Guthaben sein soll, muss jedoch genau abgewogen werden. Ist es aufgebraucht, ist auch im Ausland ein Einsatz ohne größeren Aufwand nicht mehr möglich. 

Charge Karten räumen Kreditrahmen ein

Anders sieht es bereits bei den Charge Karten aus. Die Charge Karten räumen wie eine klassische Kreditkarte einen Kreditrahmen ein, der während eines Monats genutzt werden kann. Der Kredit wird in der Regel kostenfrei von den Banken eingeräumt. Im Folgemonat wird die in Anspruch genommene Summe dann ganz einfach vom Girokonto des Verbrauchers abgebucht. Auch die klassische Credit Card kann mit ein bisschen Glück gebührenfrei in Anspruch genommen werden, wobei die Verbraucher hier besonders auf die Zinssätze achten müssen. Der Vorteil ist, dass die Summe nicht mit einer Einmalzahlung, sondern auch in Teilbeträgen zurückgezahlt werden kann. 

Dieser Artikel entstand in Zusammenarbeit mit der externen Redakteurin P. Gengler.