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Dresden

Gedenken an Jorge Gomondai

Der Mosambikaner wurde am 1. April 1991 in einer Dresdner Straßenbahn bedrängt und mit fremdenfeindlichen Äußerungen beleidigt. Kurz darauf starb er. 

Am Gomondai-Platz wird am Samstag dem rassiatischen Übergriff gedacht. © Archiv/ Sven Ellger

Am Sonnabend findet das öffentliche Gedenken in Erinnerung an Jorge Gomondai statt. Der 1962 in Mosambik geborene Jorge João Gomondai kam 1981 als Vertragsarbeiter in die DDR. Er starb am 6. April 1991 mit nur 28 Jahren an den Folgen eines rassistischen Übergriffs. Gomondai wurde am 1. April 1991 in einer Dresdner Straßenbahn von einer Gruppe Neonazis bedrängt und mit fremdenfeindlichen Äußerungen beleidigt. Gegen 4 Uhr fand die Straßenbahnfahrerin ihn blutüberströmt neben den Gleisen am Albertplatz liegend. Er starb fünf Tage darauf an den Folgen seiner schweren Kopfverletzungen.

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Beginn des Gedenkens am Sonnabend ist 15.30 Uhr mit einem Mahngang durch die Dresdner Neustadt zu Orten, die bereits Schauplätze rechter Gewalt waren, so die Stadt. Interessierte sind ab 15.30 Uhr am Treffpunkt Alaunplatz willkommen. Ab 17 Uhr findet die Andacht direkt am Gedenkstein auf dem Jorge-Gomondai-Platz mit Redebeiträgen, Blumenniederlegungen und einem musikalischen Rahmenprogramm statt. Ab 19 Uhr sind Interessierte in den Weltklub des Afropa auf die Königsbrücker Straße 13 eingeladen. Angelika Nguyen referiert in ihrem Vortrag „Zwischen Solidarität und Rassismus – ein ostdeutsches Phänomen?“ über Rassismus und Fremdsein in der DDR.  (SZ/jv)