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Gedenkstätte Großschweidnitz erhält Geld vom Bund

Die Euthanasie-Gedenkstätte in Großschweidnitz bekommt 750 000 Euro. Damit sollen gleich mehrere Dinge finanziert werden, darunter eine Dauerausstellung.

© Archiv/Rafael Sampedro

Großschweidnitz. Die Gedenkstätte Großschweidnitz erhält 750 000 Euro vom Bund. Wie der Bundestagsabgeordnete Michael Kretschmer (CDU) mitteilt, sei dies am Donnerstag im Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages beschlossen worden. „Für mich ist die ehemalige Anstalt in Großschweidnitz der traurigste Ort in der Oberlausitz. Über 5000 Opfer der Euthanasie-Morde sind auf dem Friedhof verscharrt. Darunter sind zu einem Großteil Kinder, die zwischen 1943 und 1945 hier umgebracht wurden“, so Kretschmer.

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Mit dem Geld könne nun das Gebäude saniert und ein Anbau errichtet werden. Zudem soll mit den Fördermitteln eine Dauerausstellung finanziert werden. Auch Jons Anders, Bürgermeister von Großschweidnitz, sieht diese Zusage als wichtigen Schritt an. „Es soll ein Ort entstehen, der an die in der ehemaligen Landesanstalt Großschweidnitz begangenen Krankenmorde an psychisch kranken und geistig behinderten Menschen im Nationalsozialismus erinnert, darüber informiert und politische Bildungsarbeit leistet“, so Anders. Die Gedenkstätte Großschweidnitz habe überregionale Bedeutung, wie dieser Beschluss des Bundestages zeige.

Im Dezember soll die Planung dann weiter vorangehen, wie Siegfried Reiprich, Geschäftsführer der Stiftung Sächsische Gedenkstätten, sagt: „Ich freue mich über das große Engagement für die Gedenkstätte Großschweidnitz. Für die Gedenkstättenstiftung Sachsen ist die Gedenkstätte für die Opfer der Euthanasie ein wichtiges Vorhaben. Am 12. Dezember 2016 wird sich der Stiftungsrat vor Ort in Großschweidnitz informieren und über die Konzeption beraten.“ (szo)