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Gedenkstätte länger geöffnet

Die Gedenkstätte Pirna-Sonnenstein ist ab April häufiger und länger für Besucher geöffnet. Außerdem gibt es jetzt auch regelmäßige Führungen.

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Die Gedenkstätte Pirna-Sonnenstein ist ab April häufiger und länger für Besucher geöffnet. Künftig öffnet die Gedenkstätte an jedem Sonnabend von 11 bis 16 Uhr. Von Montag bis Freitag ist die Gedenkstätte von 9 bis 16 Uhr und damit eine Stunde länger als bisher zugänglich.

Neu ist auch eine regelmäßige öffentliche Führung. Sie findet ab dem 6. April jeden Sonnabend um 14 Uhr statt und dauert etwa eine Stunde. Mitarbeiter führen dabei durch den Gedenkbereich und die Dauerausstellung. Sie erläutern die Hintergründe der nationalsozialistischen „Euthanasie“ und zeigen die Spuren der nationalsozialistischen Verbrechen an ihrem historischen Ort. Die Führung ist für die Besucher kostenlos, eine Voranmeldung ist nicht nötig.

Die Gedenkstätte reagiert mit der Verbesserung ihres Angebots auch auf das stark gestiegene öffentliche Interesse an dem Erinnerungsort. Im Jahr 2012 kamen über 11 000 Menschen nach Pirna-Sonnenstein, ein Anstieg um fast ein Drittel gegenüber dem bisherigen Höchstwert aus dem Vorjahr. „Darunter sind auch immer mehr Touristen weit über Sachsen hinaus“, sagt Dr. Boris Böhm, der Leiter der Gedenkstätte. „Mit der regelmäßigen Samstagsöffnung und der öffentlichen Führung wollen wir alle ansprechen, die bisher zu wenige zeitliche Möglichkeiten für einen Gedenkstättenbesuch sahen.“

Die Gedenkstätte erinnert seit dem Jahr 2000 an die Opfer der nationalsozialistischen „Euthanasie“-Tötungsanstalt Sonnenstein in den Jahren 1940/41. 13 720 Menschen mit psychischen Krankheiten oder geistigen Behinderungen sowie mehr als 1000 Häftlinge aus Konzentrationslagern wurden auf dem Sonnenstein systematisch ermordet. (SZ)