Kamenz
Merken

Gedenkstein restauriert

Der Heimatverein von Lichtenberg-Kleindittmannsdorf will auch noch eine Infotafel aufstellen.

 2 Min.
Teilen
Folgen
Die Inschrift auf diesem Gedenkstein ist jetzt restauriert worden.
Die Inschrift auf diesem Gedenkstein ist jetzt restauriert worden. © Andreas Gerth

Lichtenberg-Kleindittmannsdorf. Der Gommlichstein zeugt von einer dramatischen Geschichte. Der Stein mit Inschrift steht im Wald zwischen Kleindittmannsdorf und Großnaundorf. Nach den mündlichen Überlieferungen Erwin Birnstengels habe an dieser Stelle ein Wilderer aus Großnaundorf den Bauern Gommlich im Wald erschossen. Dies habe der Mörder auf dem Sterbebett ausgesagt. Bei dem Getöteten handelte es sich um Ernst Gustav Gommlich, berichtete der Kleindittmannsdorfer Siegfried Birnstengel. Ernst Gustav Gommlich war mit seiner Großmutter verheiratet gewesen. „Die Inschrift auf dem Denkstein, der in Erinnerung an Herrn Gommlich und diese Tat in den Steinbüschen gesetzt wurde“, so die Information, sei stark verwittert und bedeute möglicherweise: Gustav Gommlich, Anno August 1. 1900. Die Angaben stammen aus dem Buch „Denkmale in den Oberlausitzer Wäldern“. Grundlage für den Text war der Bericht von Siegfried Birnstengel. Der ist jetzt überarbeitet in der aktuellen Ausgabe des Buches nachzulesen. Siegfried Birnstengel feierte am Sonnabend seinen 85. Geburtstag.

Das Denkmal wurde dieses Jahr auf Anregung von Siegfried Birnstengel „durch unseren Heimatverein Lichtenberg-Kleindittmannsdorf umfassend saniert“, berichtet die Vereinsvorsitzende Steffi Bürger. Die Steinmetzarbeiten übernahm Steinmetzmeister Eckhard Kreische aus Königsbrück. „Zusätzlich wird von unseren Mitgliedern noch eine Informationstafel aufgestellt, die dem interessierten Wanderer dann vor Ort eine kurze Erläuterung zu der vor nahezu 120 Jahren verübten Untat geben kann“, so Steffi Bürger.

Mit einer Wanderung zu den Steinbüschen an die Gemarkungsgrenze zwischen Kleindittmannsdorf und Großnaundorf, unweit des idyllischen Lauterbachtales, kann man dann auch einen Besuch des Gommlich-Denkmals verbinden, empfiehlt die Vereinsvorsitzende. (SZ/ha)