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Gedenkstein wird aufgestellt

Dank Spenden für die Initiative Sternenelternträume kann das Denkmal für verstorbene Kinder zeitnah in Pirna errichtet werden.

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© Katja Frohberg

Von Mareike Huisinga

Pirna. Susann Tittel von der Initiative Sternenelternträume ist erleichtert. „Mit Hilfe der Medien wie der SZ konnten wir die notwendige Summe für unser Projekt zusammen bekommen.“ Die Initiative plant, ein Gedenkstein für verstorbene Kinder auf dem evangelischen Friedhof an der Dippoldiswalder Straße in Pirna aufzustellen. Das Projekt kostet über 5 000 Euro, im Mai soll der Stein errichtet werden.

Als Betroffene hat Susann Tittel im März 2015 die Initiative Sternenelternträume Pirna gegründet. Sie richtet sich an Eltern, die ihre Kinder früh verloren haben, vorwiegend in der Schwangerschaft oder auch kurz nach der Geburt.

Mit dem Gedenkstein für Sternenkinder möchte Susann Tittel vor allem jenen Eltern einen Anlaufpunkt bieten, die keinen Ort der Trauer haben. Dazu zählen zum Beispiel Familien, die in einer Zeit ihre Kinder verloren haben, als es Beisetzungen für Sternenkinder noch nicht gab. Heute gilt, dass Kinder, die im Mutterleib gestorben sind, bestattet werden müssen, wenn sie schwerer als 500 Gramm sind. Unter dieser Gewichtsgrenze steht es Eltern frei, sich für eine Beerdigung zu entscheiden.

Für das Projekt hat Susann Tittel große Unterstützung von Pirnas Superintendentin Uta Krusche-Räder und der Friedhofsverwalterin Anett Hauschild bekommen. Die Genehmigung für die Aufstellung des Steines liegt bereits vor. Der Gedenkort wird im vorderen Bereich des Pirnaer Friedhofes in einer Nische eingerichtet.

Zu der Selbsthilfegruppe Sternenelternträume in Pirna zählen derzeit fünf bis acht Mütter. Sie kommen in unregelmäßigen Abständen zusammen, um sich auszutauschen und zuzuhören.

Das nächste Treffen der Initiative Sternenelternträume findet am 4. März um 17 Uhr im Klinikum Pirna statt.