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Zittau

Gefährliche Bakterien im Nudelsalat

Die Ursache der Lebensmittelvergiftung bei Schülern der Zittauer Lisa-Tetzner-Förderschule ist geklärt. Jetzt steht die Frage, wie das passieren konnte.

Die Ursache der Lebensmittelvergiftung an der Zittauer Lisa-Tetzner-Schule ist geklärt. © Foto: Erik-Holm Langhof

Es war doch der Nudelsalat: Am Dienstagvormittag teilte eine Sprecherin des Landratsamts mit, dass Mitarbeiter der Landesuntersuchungsanstalt für Gesundheits- und Veterinärwesen die Ursache der Lebensmittelvergiftung bei Schülern der Zittauer Lisa-Tetzner-Schule gefunden haben:  Im Nudelsalat wurden Staphylokokken nachgewiesen. Das sind gefährliche bakterielle Krankheitserreger, die schon kurze Zeit nach dem Verzehr Übelkeit, Bauchschmerzen, Würgen, Erbrechen und Durchfall hervorrufen. Erbrechen und Durchfall können dabei gleichzeitig explosionsartig erfolgen. Die Staphylokokken konnten auch in der Stuhlprobe eines erkrankten, stationär behandelten Kindes nachgewiesen werden.   

Die Schüler hatten den Nudelsalat im Rahmen eines Projekttages am vergangenen Donnerstag in der Schulküche selbst zubereitet. Sie nahmen ihn mit auf einen Ausflug an den Olbersdorfer See, aßen ihn zu Mittag mit Bratwurst vom Grill. Anschließend gab es noch Eis. In den Resten von Bratwurst und Eis fanden die Lebensmittelkontrolleure keine relevanten Auffälligkeiten.

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Nach dem Essen waren insgesamt 21 Kinder und vier Erwachsene akut erkrankt. Neun Kinder mussten zur kurzzeitigen stationären Therapie und Überwachung ins Krankenhaus. Lebensbedrohliche Symptome hätten aber nicht bestanden, heißt es aus dem Landratsamt. Inzwischen seien auch alle wieder wohlauf.

Gemeinsames Kochen ist Inhalt des Lehrkonzeptes an der Lisa-Tetzner-Förderschule. Die Schule nimmt seit dem vorigen Jahr am bundesweiten Projekt "Ich kann kochen" teil, das von der Barmer und der Sarah-Wiener-Stiftung unterstützt wird. Eine Lehrerin hatte sich dafür extra zur Genussbotschafterin weitergebildet. Jetzt muss geklärt werden, wie die Lebensmittelvergiftung überhaupt zustande kommen konnte. Dazu sei eine Analyse möglicher Fehler im Herstellungsprozess erforderlich, so die Sprecherin. Die Schulleitung will das Geschehen jetzt auswerten. Auch den Eltern werden Gespräche mit der Schulleitung und den beteiligten Ämtern angeboten. (SZ/ju)

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