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Gefällter Baum stoppt Odeg-Zug

Auf der Strecke von Cottbus nach Görlitz hat ein Triebwagenführer eine Notbremsung gemacht, weil ein Baum auf dem Gleis lag. Zuvor beobachtete er zwei verdächtige Männer.

© Rolf Ullmann

Rietschen. Der Triebfahrzeugführer eines Zuges der Ostdeutschen Eisenbahngesellschaft (Odeg) hat am Sonntagabend auf der Strecke von Cottbus nach Görlitz eine Notbremsung eingeleitet, nachdem er vor Rietschen ein im Gleis liegendes Hindernis sah. Wie sich herausstellte, handelte es sich um einen Baum. Trotz der Bremsung berührte der Zug diesen.

Ersten Erkenntnissen nach haben Unbekannte den etwa 15 Zentimeter starken und etwa drei Meter vom Gleis entfernten Baum gefällt. Dieser sei offenbar in den sogenannten lichten Raum, der auf dem Fahrweg von Gegenständen freizuhalten ist, gefallen, teilt Michael Engler von der Bundespolizei mit.

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Der Triebfahrzeugführer beobachtete vor dem Bremsmanöver zwei Männer, die versuchten, den abgesägten Baum aus dem Gleisbett zu ziehen. Dies gelang jedoch nicht vollständig. Schließlich ragte die Krone über die Schiene. „Inwiefern diese beiden Männer auch für das Fällen des Baumes und für die Kollision verantwortlich sind, bleibt zu klären“, so Engler. Der Zug konnte trotz des Hindernisses weiterfahren und kam mit wenigen Minuten Verspätung im Bahnhof Görlitz an.

Die Bundespolizei hat Ermittlungen wegen des Verdachts des gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr aufgenommen und sucht nach Zeugen. Wer Personen oder Fahrzeuge in der Nähe des Gleises beobachtet hat, möglicherweise Geräusche einer Motorkettensäge wahrnahm oder etwas über Waldarbeiten in der Nähe des Tatortes weiß, soll sich unter 0358136260 melden. (SZ/tc)