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Dresden

Gefahrenstelle für Radler und Fußgänger

Wegen einer Baustelle vor dem neuen Super-8-Hotel auf der Marienbrücke müssen Passanten ausweichen: teilweise mitten in den fließenden Verkehr. 

Nicht ungefährlich: Radfahrer und Fußgänger müssen auf der Antonstraße wegen einer Baustelle in der Autoverkehr ausweichen.
Nicht ungefährlich: Radfahrer und Fußgänger müssen auf der Antonstraße wegen einer Baustelle in der Autoverkehr ausweichen. © René Meinig

Diese Situation ist gefährlich: Wegen einer Baustelle müssen Radfahrer und Fußgänger kurzerhand auf die viel befahrene Straße ausweichen – mitten hinein in den fließenden Verkehr. Das ist gerade am Fuß der Marienbrücke der Fall, wo das neue Super-8-Hotel fertiggestellt wird.

Seit Tagen wird sowohl an der Fassade als auch an der Zufahrt zum Hinterhof der Niedrigpreisunterkunft gebaut. Deshalb ist der Gehweg auf der Antonstraße gesperrt.  Wie die Stadt mitteilt, wurden dafür auch Gehwegplatten entfernt, die nun wieder eingesetzt werden.

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Radfahrer und Fußgänger, die zum Beispiel zur Straßenbahnhaltestelle wollen, müssen sich genau umschauen und eine günstige Lücke erwischen, um die Baustelle zu umgehen. Während Fußgängern weiter oben am Brückenende mit einem Verkehrsschild empfohlen wird, über die Kleine Marienbrücke zu gehen, haben Radler freie Fahrt. Zumindest ab 15 Uhr, vorher ist die Straße ab 9 Uhr gesperrt und nur für den Lieferverkehr freigegeben, erklärt die Verwaltung. Dennoch: Frühs und nachmittags – und damit jeweils im Berufsverkehr – bleibt das Problem bestehen. Erst am Donnerstagnachmittag wurde der Radstreifen weitgehend freigeräumt.

Vorsicht geboten: Wer derzeit Richtung Neustädter Bahnhof will, muss wegen einer nicht ungefährlichen Baustelle auf der Antonstraße besonders achtsam sein. Erst seit Donnerstagnachmittag ist der Radstreifen wieder besser befahrbar.
Vorsicht geboten: Wer derzeit Richtung Neustädter Bahnhof will, muss wegen einer nicht ungefährlichen Baustelle auf der Antonstraße besonders achtsam sein. Erst seit Donnerstagnachmittag ist der Radstreifen wieder besser befahrbar. © René Meinig

Dass so überhaupt eine Baustelle gesichert werden kann, ärgert den SZ-Leser Peter Dammann. Er erklärt, Radfahrer hätten ein Recht auf sichere Wege: „Diese Baustelle ist lebensgefährlich für Radfahrer! Bitte stellen Sie das ab“, appelliert er an das Straßen- und Tiefbauamt. Niemand käme auf die Idee, so eine Verkehrsführung Autofahrern anzubieten. Das könne nicht der Straßenverkehrsordnung entsprechen. Aus dem zuständigen Amt heißt es, zwischen 15 Uhr und 9 Uhr ist der Gehweg vollgesperrt, der Autoverkehr könne wie gewohnt auf der Fahrbahn und der Radverkehr auf dem Radschutzstreifen fahren. Bis einschließlich Freitag hat diese Verkehrsführung noch Bestand.

Das „Super 8“-Hotel gehört zur amerikanischen Wyndham-Gruppe. Mit fast 180.000 Betten weltweit gehört sie zu den großen Hotelketten. Im September 2018 feierte die Benchmark Group, die das Hotel baut, aber nicht selbst betreibt, Richtfest an der Antonstraße. Gut zehn Millionen Euro kostet das Bauprojekt. Der Neubau verfügt über 176 Zimmer.  

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