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Gegen alle Regeln

Trotz Radstreifen nutzen Radler an der Clara-Zetkin-Straße den Gehweg. Fußgänger fühlen sich gestört und gefährdet.

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© Daniel Schäfer

Von Mareike Huisinga

Pirna. Nicht alle Radfahrer haben das System an der Clara-Zetkin-Straße verstanden. „Einige fahren frech auf dem Gehweg und dann noch auf der falschen Seite“, klagt Anwohner Erich Lienert.

Dabei hat die Stadt erst vor Kurzem sogenannte Schutzstreifen auf der Fahrbahn markiert und eindeutig gekennzeichnet, dass diese Streifen für die Radfahrer vorgesehen sind. „Aber nur die wenigsten halten sich daran“, schimpft Erich Lienert. Schon oft habe er die Radfahrer darauf hingewiesen, die Radstreifen statt den Fußweg zu nutzen. Genutzt hat es bisher nichts. „Im Gegenteil, dann wird man auch noch angepöbelt. Ich finde das unmöglich“, ärgert er sich. Besonders schwierig sei es für ältere Menschen mit Rollator, die den Radlern nur schlecht ausweichen könnten.

Im Rathaus ist Lienert schon gewesen, um auf die Problematik aufmerksam zu machen. „Dort hat man mir gesagt, dass es sich ausschließlich um einen Gehweg handelt, auf dem die Radfahrer nichts zu suchen haben.“

Das bestätigt Stadtsprecher Thomas Gockel. Jedoch könne die Stadt keine Kontrollen an dieser Stelle durchführen, da der fließende Verkehr von der Polizei überwacht werde. Für die Polizei ist das Thema jedoch neu. „Bisher gab es keine Klagen wegen falsch fahrender Radler“, erklärt Thomas Geithner von der Polizeidirektion Dresden. Allerdings wird der Pirnaer Bürgerpolizist jetzt öfter vor Ort sein, um zu schauen, ob Kontrollen erforderlich sind.