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Gehen in Hartha die Lichter aus?

DA-Mitarbeiter Frank Korn über die Verschmelzung zweier Genossenschaften in der Stadt.

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© André Braun

Schon wieder „verschwindet“ eine Wohnungsgenossenschaft in Hartha von der Bildfläche. Nach der Ersten Wohnungsgenossenschaft Hartha, die mit der WG Fortschritt Döbeln eine Fusion eingegangen ist, soll nun die WG Hartha mit der Wohnungsbau-Genossenschaft Kontakt in Leipzig verschmelzen. Wird dieser Vorschlag auch von den WGH-Mitgliedern angenommen, vonseiten der Kontakt Leipzig gibt es bereits grünes Licht, besteht mit der Wohnbau Hartha nur noch ein Wohnungsunternehmen, das auch in Hartha ansässig ist.

Gehen in Hartha die Lichter aus, könnte man nun boshaft fragen. Doch mit der Verschmelzung folgen WG Hartha und WBG Kontakt Leipzig nur einem Trend. Nachdem die Leipziger im Jahr 2014 bereits die Geschäftsbesorgung für die Wohnungsgenossenschaft Hartha übernommen haben, scheint die Verschmelzung der nächste logische Schritt. Bei der WGH sind es wohl vor allem wirtschaftliche Gründe, die diese Option nahelegen. Auch wenn die Genossenschaft auf soliden Füßen steht, wie Vorstandsvorsitzender Jörg Keim sagt. Das Ziel muss es sein, die Wohnungen so attraktiv zu gestalten, dass junge Mieter einziehen. Das trägt dazu bei, den Wirtschaftsstandort zu erhalten. Damit in Hartha eben nicht die Lichter ausgehen.

E-Mail an Frank Korn