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Gehirnjogging für Senioren

Ein Bautzener hat ein Spiel erfunden. Das gibt es sogar in mehreren Sprachen.

Dieter Chon hat ein See-Sudoku erfunden. Das Spiel stellt er jetzt beim Unabhängigen Seniorenverband vor. Es könnte aber von Rätselfans jeden Alters genutzt werden. © Carmen Schumann

Bautzen. Der Bautzener Dieter Chon füllt gern Sudokus aus. Das sei gut, um die grauen Zellen auf Trab zu halten, findet der 85-Jährige. Vor einiger Zeit besuchte er das Meeresmuseum in Stralsund, das ihn sehr faszinierte. Auch dort bot sich die Möglichkeit, Sudokus auszufüllen. In der üblichen Version ist es das Ziel dieses Logikrätsels, ein 9×9-Gitter mit den Ziffern 1 bis 9 so zu füllen, dass jede Ziffer in jeder Einheit genau einmal vorkommt – und in jedem der 81 Felder exakt eine Ziffer vorkommt.

Angeregt von seinen Erlebnissen im Meeresmuseum machte sich der Bautzener Senior daran, ein Sudoku-Spiel zu entwerfen, indem er anstelle der Zahlen Meeresgetier in die Kästchen einbaute. Und statt eines Papierbogens verwendet er eine Metallplatte, die er mit dem Kästchen-Raster beklebte. Die fehlenden Motive brachte er auf Holzklötzchen auf, die mit einem Magneten versehen sind. So kann das Spiel immer wieder aufs Neue gespielt werden.

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Im Seniorenclub des Unabhängigen Seniorenverbands an der Bautzener Löhrstraße findet jeden Mittwoch ein Spielenachmittag statt. Bisher treffen sich zu diesem Termin nur Rommé-Spieler. Dieter Chon möchte am kommenden Mittwoch testen, ob sich Besucher des Clubs auch von seinem See-Sudoku begeistern lassen..

Deutsch, englisch und polnisch

Zumal er ja nicht nur ein Exemplar angefertigt hat, sondern insgesamt fünf: Zwei auf Deutsch, eins auf Englisch und eins auf Polnisch sowie eines, das er dem Meeresmuseum Stralsund geschickt hat. Und wenn die Spiele alle belegt sind, liegen in den Regalen ja noch weitere Brett- und Kartenspiele bereit. Auf alle Fälle ist Dieter Chon der Meinung, dass Sudoku ein tolles Gehirnjogging für Senioren ist. Doch zu den Spielenachmittagen sind auch Familien mit Kindern herzlich eingeladen. – Die englische Version entstand übrigens in Zusammenarbeit mit den Englisch-Kursen, die jeweils am Dienstag, Mittwoch und Donnerstag im Seniorenclub stattfinden. Bei der polnischen Version half ihm ein Bekannter.

Inzwischen hat Dieter Chon auch Kontakt mit einem arabischen Muttersprachler aufgenommen, um auch eine Version in dieser Sprache anzufertigen. Bei den Tieren, die die Spieler auf dem Feld anordnen müssen, handelt es sich um Qualle, Seestern, Seegurke, Hering, Muschel, Schweinswal, Krebs, Flunder und Seepferdchen. Platziert werden müssen insgesamt 33 Spielsteine. Der Erfinder des See-Sudokus könnte sich auch vorstellen, dass sein Spiel ein netter Zeitvertreib in Wartezimmern von Arztpraxen sein könnte. Und wer am Mittwoch Feuer gefangen hat, könnte sich anmelden für einen eventuell zu gründenden Sudoku-Club. 

Obwohl ihm das Ozeaneum in Stralsund noch nicht auf sein Präsent geantwortet hat, ist es für Dieter Chon eine Herzensangelegenheit, mit seinem Spiel für dieses einzigartige Museum zu werben. Wenn der 85-jährige Dieter Chon nicht an seinen Sudoku-Spielen bastelt, „spielt“ er mit Wörtern. Er leitete viele Jahre die Gruppe der schreibenden Senioren, hat diese Aufgabe jetzt aber an Stefan Schulze aus Großpostwitz übergeben. Dennoch war Dieter Chon der Erste, der Texte für die neue, die 26. Ausgabe der „Zeitzeugen“, der Broschürenreihe der schreibenden Senioren abgegeben hat.