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Bautzen

Geht Ostsachsens IG-Metall-Chef?

Seit 2015 leitet Jan Otto die Geschicke der Gewerkschaft in der Oberlausitz. Jetzt ist er in Berlin im Gespräch und kann sich die neue Aufgabe auch vorstellen.

Kehrt Jan Otto zurück in seinen Geburtsort Berlin? Seit 2015 leitet der 39-Jährige das Ostsachsen-Büro der IG Metall und schob mehrere Kämpfe für Tarifverträge und Betriebsräte an.
Kehrt Jan Otto zurück in seinen Geburtsort Berlin? Seit 2015 leitet der 39-Jährige das Ostsachsen-Büro der IG Metall und schob mehrere Kämpfe für Tarifverträge und Betriebsräte an. © Carmen Schumann

Bautzen. Am 8. September wählen die Mitglieder der Industriegewerkschaft Metall in Berlin einen neuen Vorsitzenden. Wie sich die Delegierten entscheiden, könnte auch Auswirkungen auf Ostsachsen nach sich ziehen. Denn nach Informationen des Tagesspiegels in Berlin arbeitet der aussichtsreichste Kandidat derzeit in Bautzen. Der 39-jährige Jan Otto ist seit 2015 der Erste Bevollmächtigte für Ostsachsen der weltgrößten Einzelgewerkschaft.

Gegenüber Sächsische.de ließ Otto durchblicken, dass ihn die Aufgabe in der Hauptstadt reizen würde: "Ich würde mich freuen, wenn die Berliner Delegierten mir ihr deutliches Vertrauen aussprechen. In Berlin gibt es zahlreiche Herausforderungen zu bewältigen." Otto würde in Berlin die Nachfolge von Birgit Dietze antreten, die ihrerseits zur Bezirksleiterin der IG Metall für Berlin, Brandenburg und Sachsen aufsteigen könnte. Sie soll auf Olivier Höbel folgen.

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An Lösungen für beide Seiten interessiert

Otto ließ nie einen Zweifel daran, dass ihm an Lösungen im Interesse der Unternehmen und Beschäftigten gleichermaßen gelegen ist. Er sucht das Gespräch, aber wenn er damit nicht weiter kommt, organisiert er schon auch mal einen Warnstreik. Mit dieser Strategie brachte die IG Metall in Ostsachsen unter anderem Tarifverhandlungen oder die Bildung von Betriebsräten unter anderem bei Accumotive in Kamenz, im Maja-Möbelwerk Wittichenau und bei Borbet in Kodersdorf auf den Weg.

 "In Ostsachsen haben wir oft genug bewiesen, dass wir viele Aufgaben erfolgreich bewältigen konnten", sagte Otto am Freitag. Aber auch hier gebe es für ihn noch genug zu tun. "Sollte es zu einem Wechsel kommen, werde ich den Übergang und die mögliche Nachfolge intensiv mit den ostsächsischen Delegierten besprechen und diskutieren."

Der Wechsel nach Berlin wäre für ihn eine Rückkehr in seine Geburtsstadt. Aufgewachsen ist er im Neubaugebiet Marzahn, lernte später Lokführer bei der Deutschen Bahn und kam über die Eisenbahnergewerkschaft EVG zur IG Metall. Hier brachte er zunächst in Norddeutschland und in Leipzig verschiedene Projekte voran, ehe ihm die Gewerkschaft 2015 die Aufgabe in Bautzen übertrug. 

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