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Geht so etwa Klimaschutz?

Verena Toth über mangelnde Alternativen. Ein Kommentar.

Verena Toth.
Verena Toth. ©  Fotomontage SZ

Dass wir uns als Gesellschaft mit Klimaschutz beschäftigen und Verantwortung im eigenen Handeln übernehmen müssen, haben inzwischen fast alle verstanden, die sich nicht „blauäugig“ durch die Weltgeschichte brüllen. Vollkommen unklar ist aber, wie das der kleine Bürger im normalen Leben auch tatsächlich umsetzen kann.

Bitteschön, werft keinen Abfall – auch keinen aus dem eigenen Garten – in die Landschaft. Bringt den Grünschnitt zum Wertstoffhof, heißt es. Als „Dank“ dafür werden die Preise für die Abgabe mal eben mehr als verdoppelt. Und klar, mit der Bahn zur Arbeit fahren ist doch viel umweltschonender, als ganz allein in der Abgasschleuder zu sitzen. Gut, aber wie sollen wir denn auf das Autofahren verzichten, wenn es gar keine Alternativen gibt?

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 Stattdessen gibt es still gelegte Bahnstrecken, deren Wiederinbetriebnahmen zu einem jahrelangen K(r)ampf und einer scheinbar unbezahlbaren Kraftanstrengung mutieren. Und da sind Zugverbindungen, die permanent zu spät und unzuverlässig sind. Von Wohlfühlfaktor auf den heruntergekommenen Bahnhöfen und in den zumeist noch mangelhaft ausgestatteten Zügen ganz zu schweigen.

Geht so etwa Klimaschutz? Antworten gibt es von denen, die in den politischen Elfenbeintürmen über Umweltbewusstsein und Klimawandel predigen, nicht. Stattdessen wird die Verantwortung weitergeschoben, etwa an kleine Unternehmen und Fahrgäste, die für den Klimawandel teuer bezahlen müssen.

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 Zuerst einmal sollten bitteschön all diejenigen ihre Hausaufgaben machen, die für ein funktionierendes Schienennetz und eine moderne Infrastruktur verantwortlich sind, bevor sie mahnend der Zeigefinger heben, um dann in ihre schweren Luxuslimousinen steigen und sich auf den Flughafen zu ihrem Privatjet fahren zu lassen.

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