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Geklaut für den Lebensunterhalt

Weil er mehrfach Lebensmittel und andere Dinge stahl, muss ein 22-jähriger Döbelner zwei Jahre und einen Monat sitzen.

Von Helene Krause

Der schmächtige 22-Jährige wird von zwei Justizbeamten in den Gerichtssaal geführt. Es ist nicht das erste Mal, dass er vor Gericht steht. Mehrfach wurde er schon wegen Diebstahls verurteilt. Zurzeit sitzt er eine Haftstrafe in der JVA Waldheim ab. Wieder werden ihm Diebstähle zur Last gelegt. Im Zeitraum vom August 2012 bis Mai 2013 soll er insgesamt neunmal in verschiedenen Supermärkten in Döbeln Zigaretten und Schokolade gestohlen haben. Die Gegenstände hatten einen Gesamtwert von rund 220 Euro. Außerdem soll er im Drogeriemarkt Rossmann in Döbeln Parfüm für neun Euro gestohlen und im Toom-Baumarkt mit einem weiteren Täter eine Heckenschere und zwei Bohrmaschinen entwendet haben. Die Gegenstände im Wert von rund 520 Euro klaute der Mittäter aus den Regalen. Er brachte sie auf die Freifläche und warf sie dort über den Zaun, wo der Beschuldigte schon wartete. Ein Baumarktmitarbeiter stellte die Heckenschere sicher. Die beiden Bohrmaschinen wurden ebenfalls gefunden.

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Bis auf den Diebstahl der Kosmetikartikel im Drogeriemarkt Rossmann gesteht der Angeklagte die Taten. Ob der Angeklagte die Dinge gestohlen oder von einem anderen erhalten hat, kann in der Verhandlung nicht geklärt werden.

Als Grund für die Taten gibt der Beschuldigte an, seinen Lebensunterhalt mit den Diebstählen bestritten zu haben. „Ich war arbeitslos, hatte keine Perspektive.“ Zur Tatzeit will er Marihuana und Crystal genommen haben. Als er 16 Jahre alt war, zog seine Mutter aus der Wohnung aus. Weil er nicht mitwollte, zahlte sie ihm die Miete. Um Essen und Kleidung kümmerte sie sich nicht. Erst im 11. April 2013 war er vom Amtsgericht Döbeln wegen Diebstahls zu einer Bewährungsstrafe verurteilt worden. Keinen Monat später stahl er erneut. Die Bewährungsstrafe wurde widerrufen, er musste in Haft. Das Gericht verurteilt den Angeklagten unter Einbeziehung dieses Urteils zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren und einem Monat.