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Geld für geologische Besonderheiten

Acht Projekte beiderseits der Neiße sind jetzt genehmigt. Davon profitiert auch der Findlingspark Nochten.

© Sebastian Kahnert/dpa

Oberlausitz. Das Kooperationsprogramm Polen-Sachsen 2014-2020 ermöglicht die Umsetzung weiterer acht Projekte zur Förderung des gemeinsamen Natur- und Kulturerbes. Der Begleitausschuss des Programms bestätigte jetzt in Wroclaw (Breslau) die grenzübergreifenden Gemeinschaftsprojekte, die mit 7,4 Millionen Euro gefördert werden. Diese Vorhaben sollen durch Erhaltung und bewusste Nutzung des Natur- und Kulturerbes das Fördergebiet attraktiver machen. Darüber informiert das Sächsische Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft in einer Pressemitteilung.

Drei Vorhaben betreffen dabei die Oberlausitz. So realisieren das Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung, die TU Dresden und die Wojewodschaft Niederschlesien mit zehn kleinen und mittleren Städten das Projekt „Revival! – Revitalisierung der historischen Städte in Niederschlesien und Sachsen“. Daran beteiligt sind die ostsächsischen Städte Bautzen, Reichenbach und Zittau sowie sechs polnische Gemeinden und die Europastadt Görlitz/Zgorzelec. Ziel ist es, das (bau-)kulturelle Erbe der Innenstädte zu erhalten und touristische Potenziale besser zu nutzen. Dafür stehen 878000 Euro zur Verfügung.

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Der Verkehrsverbund Oberlausitz-Niederschlesien GmbH arbeitet gemeinsam mit dem Tourismusverband Niederschlesien an einer Erweiterung des bestehenden digitalen Informationssystems für Tourismusangebote „Neisse: GO“. Ziel ist es, die touristische und infrastrukturelle Zugänglichkeit der Euroregion zu verbessern. Die Förderung beträgt rund 667000 Euro.

Im Rahmen des Projektes „Entdecke geologische Schätze der Oberlausitz und Niederschlesiens“ setzt sich der Förderverein Lausitzer Findlingspark Nochten gemeinsam mit der Stadt Löwenberg und der Marketing-Gesellschaft Oberlausitz-Niederschlesien für eine bessere touristische Nutzung der geologischen Attraktionen beiderseits der Grenze ein. Dazu gehört beispielsweise die Entwicklung von multimedialen Dauerausstellungen über die geologischen Besonderheiten der Region. Die Förderung beträgt rund 414500 Euro.

Sachsens Umweltminister Thomas Schmidt weist auf die laufenden und künftigen Aufrufe für Projektanträge hin: Noch bis 29. Juni können Projekte der grenzübergreifenden Aus- und Weiterbildung eingereicht werden. Für Projekte zur institutionellen Zusammenarbeit ist das Aufrufverfahren vom 29. Mai bis 29. Juni 2018 geöffnet. Für Projekte zur Stärkung des gemeinsamen Natur- und Kulturerbes gibt es vom 1. Oktober bis 30. November 2018 erneut die Gelegenheit zur Einreichung. (SZ)

Informationen zum Kooperationsprogramm und zu den Förderbedingungen: www.plsn.eu