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Bautzen

Geld für sorbische Sprachschule

Der Generationswechsel macht auch bei Sorbischlehrern nicht halt.  Eine Finanzspritze vom Freistaat soll das Problem lösen helfen.

© dpa

Bautzen. Im aktuellen sächsischen Doppelhaushalt sind 175 000 Euro für eine sorbische Sprachschule vorgesehen. Das teilte der Landtagsabgeordnete Marko Schiemann (CDU) am Freitag mit. Von dem Geld sollen Büromittel und Personal finanziert werden. Um einen Gebäudebau geht es dabei nach Schiemanns Angaben noch nicht.

Der Standort für die Schule ist weiterhin unklar, auch ein konkretes Konzept gibt es noch nicht. Hier gilt es nun, anzusetzen. Marko Schiemann setzt dabei auf eine Einrichtung in Bautzen. In der sorbischen Sprachschule sollen angehende Lehrer die Sprache erlernen, um anschließend in der Sprache unterrichten zu können. Unter anderem aus dem Nachbarland Tschechien sollen dafür Lehrkräfte gewonnen werden. „Wir brauchen jährlich zehn neue Sorbischlehrer, um den Generationswechsel zu bestehen“, erklärte der Bautzener Landtagsabgeordnete. Die Ausbildung der Lehrkräfte, die derzeit überwiegend in Leipzig stattfindet, genüge dafür nicht – nur etwa zwei Absolventen gäbe es dort pro Jahr. (SZ)

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