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Pirna

Geld für Winterberg in Aussicht

Nach dem Aus der Berggaststätte hatte zu Ostern ein Imbiss eröffnet. Das soll aber nur eine Übergangslösung sein. Sachsen will in das Wanderziel investieren.

Der Aussichtsturm auf dem Großer Winterberg ist ein beliebtes Wanderziel, das auch Anita Henke und Andreas Moendt angesteuert haben.
Der Aussichtsturm auf dem Großer Winterberg ist ein beliebtes Wanderziel, das auch Anita Henke und Andreas Moendt angesteuert haben. © Dirk Zschiedrich

Diese Saison können Wanderer auf dem Großen Winterberg noch einkehren. Nachdem Betreiber Marc Henkenjohann die Berggaststätte Ende 2018 nach jahrelangem Streit mit dem Freistaat dichtgemacht hatte, konnte zu Ostern ein neuer Imbiss öffnen. Für die Notlösung hatte Unternehmer und Gastronom Sven-Erik Hitzer gesorgt. Allerdings nur für diese eine Saison. Wie es ab 2020 weiter geht, ist offen.

Dass die gastronomische Versorgung auf dem Großen Winterberg auch langfristig gesichert ist, dafür will der Freistaat Sachsen als Eigentümer des Areals nun sorgen. Am Donnerstag kündigte das Sächsische Finanzministerium an, vor Ort umfangreich investieren zu wollen. Mit dem Ziel, dass in das denkmalgeschützte Gebäude wieder Leben einziehen kann.

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„Der Freistaat wird sich hier mehr als bisher engagieren müssen“, sagt Finanzminister Matthias Haß (CDU). Ihm sei ein gutes Angebot an Gastronomie in der Sächsischen Schweiz wichtig. Das soll auch auf dem Großen Winterberg wieder so sein.

In einem ersten Schritt gehe es darum, den bestehenden Erbbauvertrag abzulösen, um als Eigentümer wieder handlungsfähig zu sein. Man wolle zuerst die Verfügungsmacht zurückholen an den Freistaat und dann die Rahmenbedingungen für einen künftigen Betreiber verbessern. Laut Haß müssten umfangreiche Sanierungen und Modernisierungen in Angriff genommen werden. Der dringend benötigte Bau einer zeitgemäßen Kläranlage, die eine ordnungsgemäße Abwasserentsorgung gewährleistet, sei nur ein Baustein.

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Um die Frage zu klären, wie die künftige Nutzung aussehen könnte, wird parallel an einem Konzept gearbeitet. „Der Tourismusverband Sächsische Schweiz hat hier schon gute Ideen eingebracht, die wir jetzt diskutieren und weiterentwickeln müssen“, sagt Finanzminister Haß. Wichtig sei eine enge Zusammenarbeit mit den Verantwortlichen aus Kommunalpolitik, Tourismus und Nationalparkverwaltung. Man müsse dabei auch über Alternativen zum bisherigen Erbbaurechtsmodell nachdenken, um Rahmenbedingungen für einen erfolgreichen wirtschaftlichen Betrieb zu schaffen. „Die Türen für die Gäste sollen sich bald wieder öffnen“, sagt Haß.