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Der richtige Umgang mit Cookies

Viele sind von den Cookie-Bannern genervt und drücken einfach auf "alle zulassen". Das kann problematisch werden, vor allem bei Cookies von Drittanbietern.

Alles zulassen? Bloß nicht. Zwei, drei Klicks mehr, und nur den unbedingt notwendigen Cookies zustimmen, lohnen sich aus Datenschutzsicht.
Alles zulassen? Bloß nicht. Zwei, drei Klicks mehr, und nur den unbedingt notwendigen Cookies zustimmen, lohnen sich aus Datenschutzsicht. © Catherine Waibel/dpa

Sie sind ein ständiger Begleiter beim Surfen im Netz: Cookie-Banner erscheinen bei fast jedem Besuch einer neuen Seite. Bevor man nicht per Klick entschieden hat, ob man die Cookies zulässt und welche erlaubt sind, geht es nicht weiter.

Fast die Hälfte aller Internetnutzer akzeptiert laut einer Umfrage der Mailanbieter Gmx und Web.de alle Cookies, ohne sich das Banner überhaupt durchzulesen. 43 Prozent sind von den Hinweisen genervt, wie eine Studie des Digitalverbands Bitkom ergab. Und das, obwohl bei einem Seitenbesuch schnell mehr als hundert dieser kleinen Datensätze auf dem eigenen Rechner abgelegt werden.

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Sind Cookie-Banner also vor allem eine Zumutung, die das Surfen unbequem machen? Kaum, findet Bitkom-Mitarbeiterin Rebekka Weiß. „Jeder sollte sich damit auseinandersetzen, dass Daten verarbeitet werden.“ Seit 2018 die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) in Kraft getreten ist, müssen Seitenanbieter Optionen zur Cookie-Nutzung zur Auswahl stellen. Damit man nicht bei jeder neuen Seite mehrere Minuten mit dem Studium der Cookie-Richtlinien verbringt, sollte man einige grundlegende Fragen beantworten.

Wie wichtig ist mir Datenschutz?

Eine Option ist, generell alle Cookies zu akzeptieren. Und zwar dann, „wenn man einmal akzeptiert hat, dass kostenfreie Dienste monetarisiert werden müssen“ – und kein Problem damit hat, dass dafür die eigenen Daten verwendet werden, so Weiß. Dann müssen Nutzer nur auf „Zustimmen“ oder „Alle akzeptieren“ klicken.

Wie bequem will ich surfen?

Wer zwar Datenschutz, aber wenig Aufwand betreiben möchte, braucht meist nur zwei Klicks. Neben dem „Zustimmen“-Button gibt es eine Option namens „Einstellungen“ oder „Anpassen“. Achtung: Häufig ist diese unscheinbar grau, während die Schaltfläche zur Zustimmung farbig hinterlegt ist.

Hat man den richtigen Button gefunden, verbirgt sich dahinter eine Auflistung aller Cookies, die der Seitenanbieter setzen möchte. Auch hier ist „Alles akzeptieren“ meist farblich hervorgehoben, es gibt aber Alternativen wie „Speichern und beenden“ oder „Meine Auswahl speichern“. Damit werden nur technisch notwendige Cookies gesetzt – und solche, die für den Seitenanbieter unter „berechtigtes Interesse“ fallen. Wer sich hier nicht sicher ist, macht mit dem nächsten Schritt weiter.

Welche Cookie-Zwecke möchte ich unterstützen?

Es gibt grob drei Kategorien. Technische Cookies sind für die Funktionalität der Webseite notwendig. Sie merken sich etwa, welche Artikel beim Online-Shopping in den Warenkorb gelegt wurden. Analytische Cookies messen das Surfverhalten, Marketing-Cookies sorgen unter anderem dafür, dass auf den Nutzer zugeschnittene Werbung angezeigt wird.

„Soweit das möglich ist, sollte man alles abwählen, was nicht technisch notwendig ist“, sagt Klaus Palenberg von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen. Am problematischsten seien Cookies, die detaillierte Nutzerprofile erstellen. Gerade bei Cookies von Drittanbietern sollte man skeptisch sein.

Das Problem: Oft ist kaum ersichtlich, welche Cookies gesetzt werden, erklärt Holger Bleich, Redakteur beim Technikmagazin c’t. Wenn im Cookie-Banner etwa nur Firmennamen aufgelistet sind, könne man allenfalls raten, welche Art von Cookie dahintersteckt. Genauer lohnt sich ein Blick auf den Reiter „Berechtigtes Interesse“. Drittanbieter-Cookies dürfen darunter nicht gelistet sein, erklärt Bleich. Ansonsten werde der Begriff aber oft „sehr sehr weit ausgelegt“. Ist man sich über die Ziele eines Anbieters nicht sicher, sollte man alle Cookie-Optionen einzeln durchgehen.

Wie technikaffin bin ich?

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Für wen Add-ons und Browsereinstellungen keine Fremdwörter sind, der kann bereits vor dem Surfen eine ganze Menge regeln. Wer im Browser etwa das Speichern von Drittanbieter-Cookies verbietet, muss sich darum bei der Bearbeitung von Cookie-Bannern keine Gedanken mehr machen. Auch gegen Tracking-Cookies kann man so bis zu einem gewissen Grad vorgehen. Eine weitere Möglichkeit ist, Cookies regelmäßig zu löschen. Dann ploppen beim erneuten Aufrufen der Seite allerdings auch alle Banner wieder auf. (dpa)

Anleitung der Verbraucherzentrale zur Verwaltung von Cookies

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