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Geld und Recht

Kopieren & von der Expertise Dritter lernen?

Kursrückgänge und Erschütterungen ähnlicher Art waren bereits in vielerlei Form innerhalb der letzten Jahrzehnte zu beobachten.

© Gerd Altmann / pixabay

Als Folge aufgekommener Panik halten sich in solchen Zeiten besonders die risikoscheueren Anleger zurück. Zu groß ist die Angst, dass vorherrschende Abwärtstrends weiterhin anhalten dürften und man nicht Teil der Abwärtsspirale werden möchte.

Doch die Zeiten ändern sich progressiv. Mehr und mehr steigt das Interesse an den Börsen und das Geschehen, was sich an den Handelsplätzen rundum Aktien & Co. zur Schau stellt. Besonders die jüngeren Generationen konnten sich bereits unter Beweis stellen durch den Willen, sich an derartigen Konzepten zu beteiligen, auch weil der Rat zur privaten Altersvorsorge kaum an Wichtigkeit verliert – warum also nicht am besten schon in den 20er-Jahren damit anfangen, sich seine ersten soliden Aktienpapiere oder auch ETF-Anteile zuzulegen?

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und sich nicht im Paragrafendschungel zurechtfindet, ist schnell arm dran. Tipps und Tricks rund um Geld, Sparen und juristische Fallstricke gibt es hier zu finden.

So oder zumindest in dieser Art dürften es sich auch in den letzten Jahren vermehrt junge Anleger gedacht haben. Denn: Der Trend, dass sich mehr und mehr junge Privatinvestoren an den internationalen Handelsplätzen beteiligen, steigt ungemein. Das weiß auch Benjamin Bilski, Gründer und Geschäftsführer des Fintechs NAGA: „Millionen Menschen beschäftigen sich täglich mit ihrem Smartphone. Die Möglichkeit per Endgerät zu traden, repräsentiert für unsere Zielgruppen insofern die ideale Eingangstür in die Welt des profitablen Börsenhandels.“

Besonders am letzten Tiefpunkt – ausgelöst durch die COVID-19-Pandemie – konnte mehr oder minder überraschend festgestellt werden, dass ein ungeheures Interesse bestand, bereits zu derartig tiefgefallenen Kursen seinen ersten Einstieg via ETFs oder Ähnlichem in die Tat umzusetzen und sich somit antizyklisch zu verhalten. Der Trend geht somit deutlich Richtung Börse und das dürfte sich für alle Beteiligten als interessanter Fortschritt herausstellen.

Die besonders mutigen und zeitlich zur Stelle stehenden Anleger hatten sich beispielsweise im März dieses Jahres mit ihren ersten Papieren eingedeckt – sei es über manuelle Wege oder über andere Dienstleister (bspw. Robo-Advisor). Bereits bei einem ETF mit dem DAX als nachzubildenden Wert wäre bis Anfang November in etwa ein Kursanstieg (und somit auch eine Rendite) von ca. 20 % zu erzielen gewesen und das auch nur, wenn der im Oktober stattgefundenen Dip einberechnet wird. Am temporären Hochpunkt, Ende August, wären gar Renditen von bis 40 % im Bereich des Möglichen gewesen, wenn weiterhin im davorliegenden März investiert worden wäre – ein unheimlich rasantes Schauspiel, das für Aufmerksamkeit sorgt.

Die richtige Anlagenstrategie finden

Was aus diesem Geschehen, ausgelöst durch die Corona-Situation, zum einen deutlich werden kann, ist die Tatsache, dass mit durchaus volatilen Kursen gerechnet werden muss, auf die man sich als Anleger zumindest stückweise vorbereiten kann oder gar sollte.

So sollte einem im Vorhinein bereits klar sein, was für eine Anlagestrategie verfolgt werden soll und ob diese tatsächlich zu den eigenen Charakterzügen passt. Ist das Interesse groß für saisonabhängige Geschäftsarten, aber hat man erfahrungsgemäß eher schwache Nerven, dann besteht an dieser Stelle eine logische Divergenz, auf die es gegebenenfalls einzugehen gilt, indem womöglich doch lieber auf eine alternative Anlage einer anderen Branche zurückgegriffen wird, die sich durch deutlich kontinuierlicheres Wachstum rühmen kann (mal abgesehen von Extremsituationen wie im Zuge der Corona-Pandemie, bei der beinahe alle Unternehmen volatil reagieren - negativ wie positiv).

So stehen einem als Neuling in der Welt der Börse allerlei verschiedene Mittel und Wege zur Verfügung, an denen man sich bedienen kann, um das jeweilige individuelle Anlageziel erreichen zu können. Auch muss hierbei der Weg nicht alleine bestritten werden. Neben unterschiedlich verschiedenartigen Dienstleistern stellt sich beispielsweise die Form des „Social Tradings“ als besonders interessant für besagte Neulinge heraus. Denn: Börsen-Einsteiger können somit erfahrene Trader kopieren und so von der Expertise Dritter lernen. NAGA schafft beispielsweise mit seiner Dienstleistung ein Facebook des Tradings. Aktionen von Top-Tradern können nachvollzogen, kopiert und auf der Plattform diskutiert werden. So steigt auch der Lerneffekt für Neulinge und die Transparenz wird nachhaltig gesteigert.

Kurzum wird einem beim Social Trading so ziemlich alles mit an die Hand gegeben, was sich für den Einstieg in die Thematik des Anlegens als hilfreich herausstellen dürfte. Ob die jeweiligen beobachteten Trader im Zuge dessen vollständig kopiert werden sollen, oder ob man lediglich Teile der Ideen nachahmen möchte, um sich so ein ganz individuelles Portfolio aufzubauen, obliegt dabei schlussendlich noch dem jeweiligen Anleger selbst.

Dieser Artikel entstand in Zusammenarbeit mit dem externen Redakteur S. Meißel.

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