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Geld und Recht

Steigende Lebenshaltungskosten

Wo kann man wirklich sparen?

© ri / pixabay

Seit Jahren wird das Leben immer teurer. Neben den Kosten für Lebensmittel und Kleidung schlägt dabei vor allem die Miete zu Buche. Im Durchschnitt müssen wir einen Großteil unseres monatlichen Budgets für Strom, Lebensmittel und die Wohnung ausgeben und die Preiskurve zeigt nur in eine Richtung. Doch allein die Mietkosten sind es nicht, denn zur Kaltmiete kommen noch die Nebenkosten – heute vielfach nicht ohne Grund als zweite Miete bezeichnet. Genau hier lässt sich aber durchaus Geld einsparen. Ein genauer Blick auf die Abrechnung ist auch deshalb sinnvoll, weil Wohnraum, also die Kaltmiete, auch in Sachsen immer teurer wird. Das zeigt beispielsweise ein Blick auf Pirna – denn nicht nur in den Großstädten klettern die Preise.

Irritierender Weise sollen über 50% aller Betriebsabrechnungen falsch berechnet sein, wo man ja fast grundlegend selbige anzweifeln, bzw. prüfen lassen sollte. Bereits seit Jahren monieren Verbraucherschützer, dass dies ein unhaltbarer Zustand sei. Um seine Nebenkostenabrechnung prüfen zu lassen, muss man jedoch zunächst erst einmal Einspruch gegen Abrechnung einlegen. Wichtig zu wissen: Dafür gibt es genaue Fristen, die es einzuhalten gilt. Das kann sich aber durchaus lohnen. Um das beurteilen zu können, muss man überdies wissen, welche Betriebskosten vom Vermieter überhaupt umgelegt werden dürfen. Auch die Wahl des Wohnraums ist entscheidend. Denn zwischen gemietetem Einfamilienhaus und einer Dreiraumwohnung liegen bisweilen Welten, was die Miete angeht. Wer genau rechnen muss, sollte sich daher ruhig auch einmal mit den Wohnungen in einem der Dresdner Plattenbauten beschäftigen, denn die sind oftmals deutlich besser als ihr Ruf.

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Aber auch abseits der Nebenkosten kann man in den eigenen vier Wänden mit wenig Aufwand Geld sparen. Beim Thema Strom lohnt es sich, Geräte wie den Fernseher vom Netz zu trennen und nicht auf Standby laufen zu lassen, denn in einem Haushalt mit drei Personen machen Stromkosten durch die Standby-Funktion etwa 10 bis 20 Prozent des Rechnungsbetrags aus. Im Jahr kann so ein Haushalt mehr als 100 Euro sparen.

Nicht nur das Wohnen, sondern auch Lebensmittel gehen heute ordentlich ins Geld. Diese Ausgaben lassen sich aber ebenfalls reduzieren. So ist eine Einkaufliste nicht nur praktisch, weil man nichts mehr vergisst. Sie sorgt auch dafür, dass man weniger Geld ausgibt. Denn mit einer Liste kommt man nicht in Versuchung, etwas aus dem Regal zu nehmen, was man nur vielleicht brauchen könnte. Ein Preisvergleich zwischen verschiedenen Lebensmittelgeschäften ist ebenfalls sinnvoll. Vorsichtig sein sollte man dagegen bei Sonderangeboten. Auch hier hilft ein Preisvergleich zwischen unterschiedlichen Anbietern dabei zu erkennen, ob das Schnäppchen tatsächlich so günstig ist.

© Peggy CCI / pixabay

Der Griff zu Eigenmarken großer Discounter ist lohnend – diese sind vielfach genauso gut wie die Artikel großer Marken. Das gilt auch für Produkte, deren Mindesthaltbarkeit bald abläuft. Denn diese sind vielfach deutlich länger frisch, als dieses Datum angibt. Darüber hinaus greifen clevere Sparer häufiger mal zu Waren, die in den unteren Regelböden liegen. Denn unterhalb der sogenannten Sichthöhe findet man Günstiges.

Erdbeeren im Winter? Äpfel aus Südafrika? Das ist nicht nur schlecht für die Umwelt, sondern auch für den Geldbeutel. Deshalb sollte man soweit möglich regional und saisonal einkaufen.

Generell ist es ratsam, das eigene Einkaufsverhalten auf den Prüfstand zu stellen. Muss es in der Mittagspause wirklich der Gang zum Italiener sein oder kann man das Essen vorkochen und mitnehmen? Dieser Trend nennt sich Meal-Prep und hat gleich mehrere Vorteile: So kann man sich nicht nur günstig, sondern auch gesund und lecker ernähren. Zur Überprüfung gehört auch, Werbeversprechen genau unter die Lupe zu nehmen. Aussagen wie „fast ausverkauft“ sorgen zum Beispiel dafür, dass man einen Artikel unbedingt haben möchte – obwohl man ihn vielleicht gar nicht braucht.

Bei vielen anderen Dingen des Alltags lassen sich die Kosten ebenfalls reduzieren. Dazu gehört beispielsweise der Wechsel zu einer Bank mit niedrigen Gebühren für die Kontoführung und die Kreditkarte. Auch kann man günstiger Sport treiben, wenn man vom teuren Fitnessstudio in einen Verein wechselt. Darüber hinaus bieten gesetzliche Krankenkassen in vielen Fällen Zuschüsse für Sportprogramme an.

In Sachen Urlaubsplanung gibt es gleich zwei Spar-Möglichkeiten. Zum einen, indem man sich möglichst rechtzeitig für ein Reiseziel entscheidet und so von Frühbucherrabatten profitiert. Die andere Lösung ist ideal, wenn man maximal flexibel ist: einfach Last Minute buchen.

Generell hilft ein Haushaltsbuch dabei, im Alltag Geld zu sparen. Denn so gewinnt man einen genauen Überblick über die anfallenden Kosten und kann auf einen Blick sehen, wo es sich lohnt, Abstriche zu machen.

Dieser Artikel entstand in Zusammenarbeit mit dem externen Redakteur M. Köhler.

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