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18 Tipps, wie Sie jetzt sparen können

Benzin, Heizung, Lebensmittel: Alles wird teurer. Mit diesen einfachen Kniffen schonen Sie trotzdem Ihre Haushaltskasse.

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Das Sparschwein bekommt in diesen Tagen vermutlich wenig Futter. Mit einigen Tricks lässt sich die Haushaltskasse dennoch entlasten.
Das Sparschwein bekommt in diesen Tagen vermutlich wenig Futter. Mit einigen Tricks lässt sich die Haushaltskasse dennoch entlasten. © Martin Schutt/dpa

Der Krieg in der Ukraine wirkt sich zunehmend auch auf unser tägliches Leben aus. Vor allem die Energiekrise treibt die Preise in vielen Bereichen.

Verbraucher sind der Situation allerdings nicht völlig wehrlos ausgesetzt. Mit diesen Tipps können sie sparen.

In diesem Text:

  • Tipps zum Sparen beim Einkaufen
  • Auto: So sparen Sie Sprit
  • Sparsam Heizen ohne frieren

Tipps zum Sparen beim Einkaufen

Der Wagen ist nur halb voll, und doch kostet der Einkauf ein kleines Vermögen? Die Verbraucherzentrale Brandenburg erklärt, wie man sich jetzt verhalten sollte.

Tipp 1: Impulskäufe vermeiden

Einen Essensplan für die Woche vorzubereiten und einen entsprechenden Einkaufszettel zu schreiben, hilft, Impulskäufe zu vermeiden. Wer nicht plant, kaufe laut Verbraucherzentrale in der Regel mehr ein als nötig. Bei der Essenplanung sollten Verbraucher besonders saisonales Obst und Gemüse sowie Angebote in den Fokus nehmen und auch die Resteverwertung im Blick behalten. Ein weiterer Trick: Nicht hungrig einkaufen gehen! Wer das tut, kauft tendenziell mehr ein.

Tipp 2: Auf den Grundpreis achten

Häufig sind Produkte unterschiedlicher Packungsgrößen schwierig zu vergleichen. Wie viel günstiger ist die Eigenmarke jetzt gegenüber dem Markenprodukt? Der Blick auf den Grundpreis verrät es schnell: Wer auf den Preis je 100 Gramm oder je Kilogramm schaut, braucht nicht mühsam umzurechnen. Dieser Preis ist bei jedem Produkt auf dem Preisschild am Regal ausgewiesen. Der Tipp der Verbraucherzentrale: Größere Verpackungen haben meist einen günstigeren Grundpreis.

Häufig sind Produkte unterschiedlicher Packungsgrößen schwierig zu vergleichen. Der Blick auf den Grundpreis lohnt sich.
Häufig sind Produkte unterschiedlicher Packungsgrößen schwierig zu vergleichen. Der Blick auf den Grundpreis lohnt sich. © Archiv: Oliver Berg/dpa (Symbolbild)

Tipp 3: Leitungswasser statt Mineralwasser

Wer anstelle von Mineralwasser aus dem Supermarkt Leitungswasser aus dem heimischen Hahn trinkt, fährt günstiger. Die Verbraucherschützer haben errechnet, dass eine vierköpfige Familie mit dem Umstieg etwa 230 Euro pro Jahr sparen kann. Das gelte für ein preiswertes Mineralwasser. Noch größer ist der Effekt, wenn man sonst eher zum hochwertigen Wasser oder zu Limonaden greift.

Tipp 4: Unterwegs essen vermeiden

Wer sich Essen und Getränke unterwegs besorgt, legt drauf. Besser sei es, Heißgetränke im Thermobecher sowie selbst gemachtes Essen von zu Hause mitzunehmen. Das schone Geldbeutel und Umwelt.

Auto: So sparen Sie Sprit

Tipp 1: Auto ausmisten und so Gesamtgewicht reduzieren

Unnötiger Ballast treibt die Tankrechnung nach oben. 100 Kilogramm Zusatzgewicht im Auto können bis zu 0,3 Liter Mehrverbrauch pro 100 Kilometer bedeuten, hat der ADAC errechnet. Das wirke sich vor allem in der Stadt aus, wo man oft anfahren und beschleunigen muss.

Getränkekisten, Inlineskates, Kleinkram und Co. wollen dann jedes Mal aufs Neue in Schwung gebracht werden - also: raus damit.

Auch Dachträger, Dachboxen und Träger für Fahrräder sind Spritfresser. Sobald sie nicht mehr gebraucht werden, montiert man sie besser ab. Ansonsten kann sich zum Beispiel eine Dachbox mit ein bis zwei Litern Mehrverbrauch auf 100 Kilometer bemerkbar machen, so der Tüv Süd.

Tipp 2: Fahrten planen und kurze Strecken vermeiden

Speziell bei kurzen Strecken kann das Fahrrad eine Alternative sein. Oder man legt sich mehrere Einzelfahrten zu einer längeren Tour zusammen, rät der ADAC. Denn beim Kaltstart verbraucht der Motor viel Sprit - zumindest ein Ottomotor brauche in der Warmlaufphase ein fetteres Gemisch mit mehr Kraftstoff als bei optimaler Temperatur.

Tipp 3: Sofort losfahren

Ein Warmlaufenlassen des Motors im Stand ist verboten, da es die Umwelt schädigt. Daher: entweder Fahren oder Motor aus. Im Stand verbraucht die Maschine pro Stunde etwa 0,5 bis 1 Liter Sprit.

Auch unterwegs rät der ADAC daher ab einer voraussichtlichen Leerlaufzeit von 20 Sekunden zum Abschalten. Moderne Autos haben dazu eine Start-Stopp-Automatik.

Mehr zum Thema nachhaltige Mobilität:

Wenn die Start-Stopp-Automatik fehlt: einfach selbst den Schlüssel drehen. Gerade bei einem warmen Motor sei die daraus resultierende zusätzliche Belastung für Anlasser und Batterie zu vernachlässigen.

Tipp 4: Flott beschleunigen und rechtzeitig hochschalten

Nach dem Start gilt es zwar flott zu beschleunigen, aber auch rechtzeitig hochzuschalten. Der ADAC rät, dies etwa bei einer Drehzahl von rund 2.000 U/min zu tun. Das gewählte Tempo sollte dann mit niedrigen Drehzahlen beibehalten werden.

Man sollte erst dann wieder zurückschalten, wenn der Motor ruckelt oder brummt. Manche modernen Autos zeigen auch Eco-Schaltempfehlungen im Tachodisplay an.

Tipp 5: Rollen lassen

Wer vorausschauend fährt, kann - statt die Bremse zu treten - auch so lange wie möglich die Motorbremswirkung nutzen. Bei den meisten Autos wird die Zufuhr des Kraftstoffs im Schubbetrieb abgeschaltet. Daher gilt es den Gang nicht herauszunehmen, wenn man etwa an eine rote Ampel heranrollt oder vor einer Ortschaft frühzeitig vom Gas geht.

Wer generell mit möglichst konstantem Tempo und am besten nicht zu schnell fährt, hält den Verbrauch gering, erläutert der ACE. Hat das Auto einen Tempomat, kann er auf Autobahnen oder ebenen Straßen zum gleichmäßigen Fahren beitragen.

Grundsätzlich gilt: Lieber langsamer fahren, als dem Motor das letzte Quäntchen an Leistung abzuverlangen.

Tipp 6: Elektrische Geräte sind echte Spritfresser

Wer nur die nötigsten elektrischen Geräte im Fahrzeug einschaltet, kann Sprit sparen. Komfortextras wie die Sitzheizung sollten nur so lange wie nötig im Betrieb bleiben.

An sicherheitsrelevanten Dingen wie Beleuchtung, Scheibenwischer oder Scheibenheizung zu sparen, wäre allerdings falsch, gefährlich und verboten.

Der Krieg in der Ukraine treibt die Spritpreise in die Höhe.
Der Krieg in der Ukraine treibt die Spritpreise in die Höhe. ©  Stefan Sauer/dpa

Tipp 7: Auf den korrekten Reifendruck achten

Wer zu wenig Luft in den Reifen hat, riskiert ein schlechteres Fahrverhalten und längere Bremswege, er treibt aber auch den Kraftstoffbedarf in die Höhe.

Bereits 0,5 bar weniger Druck im Reifen als vom Hersteller empfohlen lassen den Verbrauch laut ACE um rund fünf Prozent steigen.

Daher sollte man besser bei jedem zweiten Tankstopp und mindestens einmal im Monat den Reifendruck prüfen. Der Tüv Süd rät, sich dabei stets an die Herstellerangaben zu halten.

Tipp 8: In Spritsparreifen investieren

Es gibt spezielle Spritsparreifen zu kaufen, bei denen der ADAC eine Ersparnis von bis zu 0,5 Liter Kraftstoff je 100 Kilometer beobachtet hat. So kann sich ein zunächst vielleicht teurerer Reifen mit einem geringeren Rollwiderstand über die Nutzungsdauer finanziell rechnen.

Tipp 9: Zur richtigen Zeit tanken

Am günstigsten ist es an Tankstellen meist zwischen 18 und 19 Uhr sowie von 20 bis 22 Uhr, nennt der ADAC als Faustregel.