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Deutschland & Welt

Weniger Grundsicherung im Osten

Immer weniger Menschen sind auf die soziale Mindestsicherung angewiesen. Im Osten ist die Zahl der Personen, die diese Hilfe erhalten, besonders zurückgegangen.

Immer weniger Menschen in Deutschland benötigen eine soziale Mindestsicherung. Im Osten hat sich die Situation im Vergleich zum Westen besonders verbessert.
Immer weniger Menschen in Deutschland benötigen eine soziale Mindestsicherung. Im Osten hat sich die Situation im Vergleich zum Westen besonders verbessert. © Mascha Brichta/dpa (Symbolbild)

Wiesbaden. Gemessen am Anteil der Gesamtbevölkerung waren im vergangenen Jahr so wenig Menschen auf soziale Mindestsicherung angewiesen wie nie zuvor seit Beginn der Berechnungen 2006.

Ende 2019 lag die Quote nach Angaben des Statistischen Bundesamts vom Freitag bei 8,3 Prozent. Das waren knapp 6,9 Millionen Menschen. In der Statistik berücksichtigt werden Leitungen wie Hartz IV, Sozialhilfe oder Leistungen für Asylbewerber. Laut Bundesamt sank die Zahl der Empfänger sozialer Mindestsicherungsleistungen von 2018 auf 2019 um 4,7 Prozent. 

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Die Zahl der Empfängerinnen und Empfänger sank in den östlichen Bundesländern stärker als in den westlichen. In Westdeutschland waren 4,0 Prozent weniger Menschen als im Jahr zuvor auf entsprechende Leistungen angewiesen, im Osten waren es 6,9 Prozent weniger.

Somit ist in Ostdeutschland (einschließlich Berlin) erstmals weniger als jede zehnte Person (9,9 %) auf soziale Mindestsicherungsleistungen angewiesen. In Westdeutschland sank der Anteil auf 7,9 %.

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Die Mindestsicherungsquote war - wie seit 2017 - in Bremen mit 17,3 Prozent am höchsten. Danach folgten die Stadtstaaten Berlin (16,0 Prozent) und Hamburg (12,6 Prozent) sowie das bevölkerungsreichste Bundesland Nordrhein-Westfalen (10,9 Prozent). Seit dem Beginn der Berechnungen ab dem Jahresende 2006 weisen Bayern und Baden-Württemberg die niedrigsten Anteile auf - so auch Ende 2019 mit 4,3 Prozent beziehungsweise 5,1 Prozent. (dpa)

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