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Geldgeber für Sarrasani gefunden

Jetzt kann der Magier seine Tiger und wertvolle Erinnerungsstücke zurückbekommen. Wenn alles klappt, will André Sarrasani bald am Dresdner Elbepark durchstarten.

© Ronald Bonß

Von Andreas Weller

Dresden. Es ist ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg aus der finanziellen Schieflage: André Sarrasani und sein Insolvenzverwalter haben Geldgeber gefunden. Es sind eine Handvoll Privatpersonen, sagt der Magier. Namen will er nicht nennen. Sie stellen 300 000 Euro für die Gründung der Sarrasani Entertainment GmbH zur Verfügung.

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Sieben Wohnwelten – ein Geschäft
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Erfahrung, Wissen und ein super Team. Bis zum heutigen Erfolg war es eine lange, lehrreiche Reise, die sich nun in verschiedenen Abteilungen widerspiegelt und seinen Kunden Einrichtungs- und Wohnträume verwirklicht.

Mit der neuen Gesellschaft will Sarrasani sich auf sein Kerngeschäft konzentrieren: Dinner-Shows im Trocadero und außerhalb der Saison Gastauftritte von ihm. 2016 musste er Insolvenz anmelden, sein Unternehmen hatte 1,2 Millionen Euro Schulden angehäuft. Mit der neuen Geldspritze kauft Sarrasani das Trocadero, die Tiger und weitere Dinge aus der Insolvenzmasse wie den alten Kassenwagen, der seit 1956 in Familienbesitz ist, und den Holzwohnwagen von Mutter Ingrid. „Die Geldgeber haben gefragt, wozu die alten Wagen notwendig sind. Ich konnte sie aber zum Glück davon überzeugen, welche Emotionen daran hängen und dass wir von Emotionen leben“, so Sarrasani.

Auch die anderen Zelte und einiges aus der Insolvenzmasse der alten Sarrasani GmbH seien verkauft. Beziehungsweise: Die Kaufverträge unterzeichnet. Allerdings müssen die Gläubiger noch zustimmen. Diese werden sich in den kommenden Wochen versammeln und darüber abstimmen. Den Wert der Gesellschaft hatte der Insolvenzverwalter mit rund 600 000 Euro angegeben. Die Schulden akzeptiert dieser auch nur in etwa der selben Höhe. Die andere Hälfte sei noch ungeklärt.

Wenn alles so klappt, will André Sarrasani am Elbepark durchstarten. Der Vorverkauf für die neue Saison am neuen Ort soll im Juli starten. Er ist voller Zuversicht, dass es wieder besser läuft. Sarrasani war durch einige Fehler in die Krise geraten. So hatte er die Shows nur mit sieben Prozent versteuert. Das Finanzamt forderte aber 19 Prozent wie für die gastronomische Leistung – es gab erhebliche Nachforderungen. Eine Ausstellung von konservierten Leichen im Zelt sollte das Unternehmen retten, machte es aber nur schlimmer.