merken

Geldvergabe vereinfacht

Die Förderung vom Dresdner Heidebogen wird übersichtlicher und besser. Antragsteller sollten sich jetzt informieren.

© SZ-Archiv/Klaus-Dieter Brühl

Großenhain/Dresden. Der Dresdner Heidebogen erhielt jetzt einen Bescheid, auf den die Gebietsgemeinschaft schon lange wartete: Die Zustimmung, dass die beantragte Änderung der Leader-Entwicklungsstrategie (Les) genehmigt ist. Fast ein halbes Jahr hatten das Ministerium für Umwelt und Landwirtschaft (SMUL) und der Verein darum gerungen, die komplizierte Beantragung und Vergabe von Fördermitteln zu vereinfachen. Die einengende Förderrichtlinie wurde über Bord geworfen. Die Botschaft ist nun: „ Alles, was im Aktionsplan steht, kann auch gefördert werden“, heißt es. Der neue Aktionsplan findet sich auf der Webseite des Vereins.

Der Garten ruft

Die Gartenzeit läuft aber nichts geht voran? Tipps, Tricks und Wissenswertes haben wir hier zusammengetragen. Vorbei schauen lohnt sich!

Fördersätze beginnen ab 40 Prozent – übersichtlich auf einer Seite zu finden

Die Fördersätze, die bisher in der 13 Seiten umfassenden Richtlinie auf zahlreiche Fördergegenstände aufgegliedert waren – mit unterschiedlichen Antragsberechtigten, zahlreichen Ausnahmesachverhalten und verschiedenen Förderhöhen für einzelne Zielgruppen – finden sich nun auf einer einzelnen Seite. Die Fördersätze beginnen zudem für Privatpersonen bei 40 Prozent. Für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) und alle anderen wird es sogar noch höher. Unterschieden wird nur noch zwischen investiven und nichtinvestiven Maßnahmen. Investiv sind alle Anträge in Sachwerte, also Baumaßnahmen, Anschaffung von Maschinen und Anlagen usw. Nicht investiv sind Maßnahmen ideellen Charakters, zum Beispiel Planungen, Projektstellen, Kooperationen usw.

Neu: jährliche Zuschussmöglichkeit bei investiven Vorhaben

Bei nicht investiven Vorhaben gibt es maximal 40 000 Euro. Neu ist: pro Jahr. Damit wird es auch möglich, Vorhaben länger zu finanzieren als nur einmalig. Bei investiven Maßnahmen können Privatpersonen jetzt statt 75 000 Euro einheitlich 100 000 Euro Zuschuss erhalten. Dafür wurde die komplizierte Zuschlagsregelung für junge Familien, die aufgrund einer großzügigen Definition bisher eh fast alle Antragsteller bekamen, abgeschafft. Das verringert den Nachweisaufwand für die Antragsteller erheblich. Ebenso verringert sich der Prüfaufwand für die Behörden.

Mehr Geld für kleine Unternehmen und Firmen des Mittelstands

Für KMU kann es bis zu 450 000 Euro mit bis zu 50-prozentiger Förderung geben – wenn ein Vorhaben im Sinne der Entwicklungsstrategie umgesetzt wird. Sei es, dass dadurch Arbeitsplätze im ländlichen Raum entstehen oder ein ehemaliges Gut zum Beispiel zu einem Technologiezentrum umgenutzt wird, für eine Kombination aus Ärztehaus und betreutem Wohnen oder oder oder. „Da wir es nun ohne Einschränkungen einer Richtlinie machen, ist sehr vieles möglich“, so Klaus Kroemke vom Regionalmanagement. Für alle anderen Vorhabensträger gilt ein Höchstbetrag von 750 000 Euro. Dieser wird aber bei den meisten kaum eine Rolle spielen. Bei einem Fördersatz zwischen 60 und 80 Prozent wird die Grenze durch den aufzubringenden Eigenanteil gesetzt.

Wichtig: Freiwillige sollten sich für die Region einsetzen

Viel entscheidender, als Höchstbeträge „aus der Luft zu greifen“, findet der Heidebogen-Verein, dass sich Akteure in Vereinen, Kommunen, Kirchen, Stiftungen usw. finden, die bereit sind, sich freiwilligen Aufgaben zu stellen. Dadurch soll die Region ganz im Sinne der Strategie gestärkt werden.

Die Mindestfördersumme beträgt nunmehr einheitlich 5000 Euro. Das heißt, bei 40 Prozent Fördersatz müsste das Vorhaben 12 500 Euro kosten. Für Vorhaben, die darunter liegen, bietet der Heidebogen den Ideenwettbewerb „Vereine für Generationen“ an (SZ berichtete mehrfach). Dazu gibt es einen Beratungstermin.

Beratung am 8. Februar zwischen 16 und 18 Uhr im Regionalmanagement Königsbrück, Am Schlosspark 19, vorherige Anmeldung ist erwünscht, Telefon 035208 34781.