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Gemälde von Fischer-Geising wird restauriert

Das Werk wird später Teil einer Dauerausstellung. Zu sehen ist die im Schloss Lauenstein.

© Egbert Kamprath

Von Maik Brückner

Lauenstein. Wer sich für Werke des Malers Heribert Fischer-Geising interessiert, muss Schloss Lauenstein besuchen. Hier gibt es einen Raum, in dem ständig Arbeiten des Geisinger Künstelers gezeigt werden. In naher Zukunft wird hier auch sein Ölgemälde „Meine Mutter“ zu sehen sein. Dieses Werk hat Fischer-Geising 1943 im Stil der Neuen Sachlichkeit gemalt.

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Es muss restauriert werden. Am Gemälde gibt es nicht nur altersbedingte Spuren, sagt die Witwe des Künstlers, Hildegard Fischer. Die betagte Dame, die in wenigen Tagen ihren 96. Geburtstag feiert, kümmert sich um das Erbe des Künstlers. Sie gab auch den Anstoß zur Gründung der Fischer-Geising-Stiftung. Zudem habe sich noch jemand am Bild vergriffen. „Ein Akt des Vandalismus“, sagt Frau Fischer, „erkennbar im linken Auge“. Die Schäden sollen nun fachgerecht behoben werden.

Möglich macht das eine Spende der Volksbank Dresden-Bautzen in Höhe von 500 Euro, die deren Regionalmarktleiter Dirk Zincke der Witwe des Künstlers und dem Vorsitzenden des Stiftungsrates, Dieter Hoefer, überreichte. Das Geld stammt aus der Aktion Gewinn-Sparen der Bank. Hildegard Fischer, zeigte sich nach der Scheckübergabe hocherfreut. Nach der Restaurierung werde das Bild in der Dauerausstellung zu sehen sein.

Heribert Fischer-Geising lebte von 1919 bis 1961 in Geising. Der Maler, dessen Bilder auch in Dippoldiswalde und Freital zu sehen sind, malte im Stil der Neuen Sachlichkeit. Sein Name wurde in einem Atemzug mit Otto Dix, George Grosz, Curt Querner oder Wilhelm Lachnit genannt. 1962 ging er in den Westen und ließ sich in Freiburg nieder. Nach seinem Tod 1984 kehrte seine Frau, Hildegard Fischer, in die alte Heimat zurück. Sie brachte auch den Großteil der Bilder ins Osterzgebirge mit. Zunächst bewahrt sie diese in ihrem Geisinger Haus auf. 2013 gründete sie die Stiftung, der sie nach und nach Bilder übergab. Die Stiftung verwaltet den Nachlass und sorgt dafür, dass der Maler unvergessen bleibt. Unter anderem betreibt sie eine Homepage, auf der verschiedene Werke vorgestellt werden. In diesem Jahr startete sie eine neue Aktion. „Anlässlich des 121. Geburtstages verkaufen wir exklusiv einige grafische Arbeiten. Diese weisen aufgrund ihres Alters Gebrauchsspuren auf“, sagt Dieter Hoefer, der auch als Pressesprecher der Volksbank arbeitete. Mit dem Verkaufserlös werde die Stiftungsarbeit finanziert.