merken

Gemeinde bezahlt neue Küche mit Knöllchen-Geld

In der Grundschule Rosenthal-Bielatal kann jetzt investiert werden, weil es eine ungeplante Rückzahlung aus Königstein gibt.

© dpa

Von Gunnar Klehm

Wie geht's Brüder

Eine Reportagereise durch Osteuropa 30 Jahre nach dem Umbruch auf Sächsische.de

Rosenthal-Bielatal. Das Hygieneamt hatte der Gemeinde schon vor Längerem angeraten, die Küchenmöbel in der Grundschule in Rosenthal zu erneuern. Das hätte die Gemeinde, die für das Schulgebäude zuständig ist, auch schon längst getan, wenn es denn ausreichend Geld dafür gehabt hätte. Dieser Engpass ist nun aufgelöst. Wie Bürgermeister Gebhard Moritz (CDU) erklärte, bekommt die Gemeinde eine ungeplante Rückzahlung aus der Verwaltungsgemeinschaft Königstein. Das ist nicht verbrauchtes Geld, weil zum Beispiel eingeplante Personalkosten nicht in vollem Umfang angefallen waren, weil beispielsweise bei längeren Krankheiten von Mitarbeitern die Krankenkassen einspringen.

Zum anderen werden Einnahmen aus der Verkehrsüberwachung, also Knöllchen, nach einem festgelegten Schlüssel an die Kommunen der Verwaltungsgemeinschaft verteilt. Zu dieser gehören neben Königstein und Rosenthal-Bielatal noch Struppen, Gohrisch und der Kurort Rathen.

Mit der unverhofften Zusatzeinnahme kann die Gemeinde Rosenthal-Bielatal nun endlich den Wunsch von Hygiene und Schule erfüllen. Der Gemeinderat hat auf seiner jüngsten Sitzung bereits beschlossen, außerplanmäßig mehrere tausend Euro für eine neue Küchenzeile zur Verfügung zu stellen. Der Bürgermeister wurde beauftragt, mehrere Angebote einzuholen und das günstigste in Absprache mit der Grundschule auszuwählen. Dabei handelt es sich aber nur um die Anschaffung neuer Möbel, keine Technik oder Geräte. „Wenn möglich, wollen wir gleich die kommenden Winterferien für den Umbau nutzen“, sagt Bürgermeister Moritz.