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Entscheidung über Tempo-30-Schild

Am Scheergrundweg soll die Temporegelung geändert werden. Landratsamt und Polizei halten sich dabei zurück.

© André Braun

Von Eric Mittmann

Großweitzschen. Sie stehen noch am Scheergrundweg, das Tempo-30-Schild, die endende 30er-Zone sowie etwas weiter das Ortsausgangsschild von Westewitz. Geht es nach Großweitzschens Bauamtsleiter Klaus Bichler, soll damit jedoch bald Schluss sein, denn: Die Beschilderung sorgt immer wieder für Verwirrung bei entlangkommenden Autofahrern – und ergibt, zumindest teilweise, keinen Sinn.

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„Der Sache müssen wir uns annehmen“, hatte Bichler gegenüber dem DA erklärt. Zumindest das Tempo-30-Schild erfülle seiner Meinung nach an dieser Stelle keinen Zweck, da es bereits kurz darauf durch das Ortsausgangsschild aufgehoben wird. Welche Hinweise ansonsten entlang des Scheergrundweges aufgestellt werden müssen, wolle die Gemeinde zunächst noch besprechen. Dazu sollen auch die Polizei sowie andere Behörden ins Boot geholt werden. Bichler erklärte jedoch bereits: „Der Scheergrundweg ist eine Gemeindestraße, da kann das Landratsamt nichts machen.“

Dies bestätigte nun auch die Behörde. Auf eine Anfrage des DA bezüglich des Scheergrundweges teilte Pressereferentin Cornelia Kluge mit: „Die Straße ist eine Gemeindestraße in Baulast der Gemeindeverwaltung Großweitzschen. Verkehrsrechtliche Angelegenheiten regelt die Gemeinde in eigener Zuständigkeit. Ob eine Geschwindigkeitsbegrenzung notwendig und rechtlich möglich ist, kann nur die Gemeinde Großweitzschen prüfen und gegebenenfalls anordnen.“

Im Zuge der Änderungen könnte auch diskutiert werden, ob künftig eine Tempobegrenzung von 30 Stundenkilometern entlang des gesamten, relativ schmalen Scheergrundweges gilt. Um diese Entscheidung treffen zu können, wollte Bichler jedoch die Behörden mit ins Boot holen. „In so einem Fall wäre es schließlich auch notwendig, dass die Tempobegrenzung ebenfalls aus Richtung Leisnig und nicht nur einseitig gilt. Welche Schilder genau aufgestellt werden und was überhaupt notwendig ist, müssen wir allerdings erst einmal klären“, so der Bauamtsleiter. Steffen Wolf, Sachbearbeiter Öffentlichkeitsarbeit der Polizeidirektion Chemnitz, erklärte indes, dass die Polizei bei Verkehrsschauen und Beschilderungen nur beratend tätig ist und laut Gesetz Empfehlungen abgibt.