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Gemeinde feiert Zehnjähriges

Die Freie evangelische Gemeinde Görlitz begeht ihr Jubiläum unter anderem mit einem bekannten Künstler aus Berlin.

Die Geschichte der Freien evangelischenGemeinde beginnt in Kasachstan. Hier wächst der deutschstämmige Eugen Böhler auf, um mit 13 Jahren nach Gießen auszuwandern. Dort erlebt Böhler seine Bekehrung ungewollt in einer etwas diletantisch organisierten Evangelisationsveranstaltung. Böhler zieht los, studiert das Wort, heiratet und geht an den nächsten rauen Ort, ins „gottverlassene“ Görlitz, um eine Gemeinde zu gründen.

Bis zum 4. November feiert die Gemeinde ein Festwochenende anlässlich ihres zehnjähriges Bestehens in ihrer Turnhalle auf der Dr.-Kahlbaum-Allee 14. Mittlerweile sei es Dank der Handwerker, der Versicherung und unzähliger Arbeitstunden der Mitglieder ein Familienzentrum mit unterschiedlichen Angeboten geworden, teilte Gemeindemitglied Gerd Weise mit.

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Die Gemeinde ist international und hat über 40 erwachsene Mitglieder mit 20 Kindern. Zwischen 60 und 80 Besucher kommen zu den Gottesdiensten. Auch gibt es hier ein Mittagessen für Gestrandete sowie viele Angebote in der Woche im neuen Familienzentrum. Die Gemeinde ist aber auch viel unterwegs. Die großen Feste der Stadt, wie Altstadtfest oder Christkindelmarkt, werden mitbestimmt, die Gemeinde ist auf den Plätzen präsent, bietet einen geistlichen Hort und eine familienfreundliche Mobil-Gastronomie.

Zur erfolgreichen Geschichte der Gemeinde haben viele Menschen beigetragen, sagt Gerd Weise: die Muttergemeinde in Gießen, Politiker in Görlitz und Dresden und ein großer Freundeskreis. Alle sind zum Festwochenende eingeladen. Eine Kinder- und Familienshow mit Karsten Feist gibt es am Sonnabend um 10 Uhr. Der Berliner Künstler ist seit seiner Kindheit auf der Bühne, hat in einem Kinderzirkus und durch den Besuch der Schauspielschule Zürich sein Handwerk gelernt. Bekannt ist er spätestens seit seinen Auftritten bei „Wetten Dass...“. Ebenfalls am Sonnabend findet um 16 Uhr die große Festveranstaltung statt, ein Lobpreisabend folgt um 19 Uhr und ein Festgottesdienst am Sonntag, 11 Uhr. (SZ)