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Gemeinde stellt Telefone ab

Die Sachbearbeiter kommen mit ihrer Arbeit nicht hinterher. Die Einhaltung der Sprechzeiten soll deswegen sichergestellt werden.

© Dietmar Thomas

Von Eric Mittmann

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Ostrau. Wer montags oder mittwochs die Gemeindeverwaltung in Ostrau anruft, erhält künftig keine Antwort mehr. „Wir sind eine sehr bürgernahe Verwaltung. Bisher haben die Leute bei uns angerufen und auch jederzeit mit einem Mitarbeiter sprechen können“, erklärt Ostraus Bürgermeister Dirk Schilling (CDU). „Zum Wohle unserer Mitarbeiter müssen wir dem jedoch ein Ende setzen. Wir haben Sprechzeiten und diese werden eingehalten, zukünftig auch am Telefon.“

Damit dies eingehalten wird und die Mitarbeiter der Gemeinde ohne Unterbrechung ihrer Arbeit nachgehen können, soll sichergestellt werden, dass die Verwaltung montags und mittwochs nicht erreichbar ist. „Dadurch wollen wir natürlich keinesfalls bezwecken, dass sich die Leute ungerecht behandelt fühlen“, so Schilling weiter. „Aber es wird allmählich auch zu einer Belastung für unsere Mitarbeiter. Wir haben Leute, die statt 35 plötzlich 40 Stunden im Büro sind und das nur, weil sie immer wieder Anrufe entgegennehmen. Wir müssen sicherstellen, dass unsere Mitarbeiter ununterbrochen ihrer Arbeit nachgehen können, ansonsten wirkt sich das letztendlich noch auf die Gemeinde aus.“

Auch zu den Gründen von Anrufen möchte Schilling Aufklärung schaffen. „Unsere Bürger müssen verstehen, dass wir Steuerangelegenheiten nicht ändern können. Wenn Anwohner bei uns anrufen, weil ihre Steuer eventuell zu unrecht erhoben wurde, können wir uns das anhören und erklären, warum dem vielleicht so ist. Wir können den Steuerbescheid allerdings nicht einfach so ändern. Dazu sind unsere Sachbearbeiter überhaupt nicht befugt.“

Derzeit habe man ohnehin viel zu viele Fälle auf dem Tisch liegen. „Wir haben allein in Ostrau 3600 Einwohner. Dazu kommt noch Zschaitz. Darum hat sich bisher ein Sachbearbeiter gekümmert, mittlerweile sind es zwei. Aber der Aufwand wird trotzdem nicht weniger.“

Die festgelegten Sprechzeiten sollen durch die Maßnahmen nicht geändert werden. Auf die Einhaltung eben dieser will die Verwaltung auch im Gemeindeblatt noch einmal aufmerksam machen.