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Gemeinde Striegistal setzt Belohnung aus

Immer wieder sind Vandalismusschäden zu beklagen. Für Hinweise gibt es 500 Euro.

© Frank Korn

Von Frank Korn

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Die Staatsstraße S 36 von Etzdorf nach Nossen. Am Abzweig Kummersheim steht ein Buswartehäuschen. Deutlich ist zu sehen, dass kürzlich erst neue Bretter eingesetzt worden sind. Das war notwendig geworden, weil das Häuschen durch Fußtritte beschädigt worden war. Nicht der einzige Fall von Vandalismus oder Mülltourismus auf dem Gebiet der Gemeinde Striegistal. Deshalb setzt die Gemeindeverwaltung eine Belohnung aus.

Für Hinweise, die zur Überführung und Verurteilung der Straftäter führen, sind für jedes einzelne Delikt jeweils 500 Euro Belohnung ausgeschrieben, heißt es im aktuellen Striegistal-Boten. „Wir hoffen darauf, dass uns die Bevölkerung hilft, die Verursacher dieser sinnlosen Taten zu stellen“, sagte Bürgermeister Bernd Wagner (parteilos). Es sei davon auszugehen, dass die Täter wahl- und ziellos vorgehen und auch zukünftig derartige Dinge nicht auszuschließen sind. Für alle Vandalismusschäden haben sowohl die Gemeinde als auch andere Geschädigte Anzeige bei der Polizei erstattet. „Dennoch benötigen wir dringend die Mithilfe der Anwohner“, so Wagner.

In den letzten Monaten haben die Mitarbeiter der Gemeinde und des Bauhofes immer wieder neue Vandalismusschäden und wilde Müllablagerungen feststellen müssen. So wurden zum Beispiel an den Hinweistafeln für Wanderer im Striegistal mehrmals Scheiben eingeschlagen und Tafeln mit spitzen Gegenständen zerkratzt. Wie zum Beispiel am Ortseingang von Kaltofen. An den dort stehenden Hinweistafeln wurde ein Sachschaden von 2000 Euro verursacht.

Ebenfalls mit tiefen Kratzspuren beschädigt wurden Tafeln, auf denen die Namen der Kinder zu den jeweiligen Stammbaumaktionen aufgebracht sind. Eine andere Form von Vandalismus ist das Ablagern von Müll in der freien Natur. Darunter sogar Öltanks, wie an der Zufahrt zur Autobahnbrücke in Kaltofen. An der Straße durch die Tiefenbach mussten bereits mehrmals Umweltsünden beseitigt werden. Auch an weiteren Stellen wird oft Müll entsorgt.

Bürgermeister Bernd Wagner hofft noch in einer anderen Hinsicht auf die Mitarbeit der Bevölkerung. Die betrifft allerdings nicht Vandalismus oder Müllablagerungen, sondern das Interesse der Bewohner an den Entscheidungen der Gemeinderäte. Bei den zahlreichen Bauvorhaben wird generell dazu aufgefordert, dass sich alle interessierten Anwohner in der Gemeindeverwaltung über die Planungs- und Bauunterlagen kundig machen, damit Probleme möglichst frühzeitig erkannt und gelöst werden können. Alle wichtigen Themen werden regelmäßig in öffentlichen Gemeinderatssitzungen ausführlich und umfassend erläutert. In öffentlichen Ortschaftsratssitzungen werden Bauvorhaben vorgestellt, beraten und Beschlüsse dazu gefasst. Zudem gibt es wöchentliche Sprechzeiten der Gemeindeverwaltung und des Bürgermeisters. Diese Möglichkeiten werden jedoch nur sporadisch wahrgenommen. Die Gemeinderäte hoffen, dass sich das Interesse an ihrer Arbeit verbessert.

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