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Gemeinde sucht Liebhaber alter Häuser

Das letzte Wohnhaus der Kommune soll verkauft werden – einfach wird das wohl nicht.

© Symbolbild/Jörg Schubert

Diesbar-Seußlitz. Beim alten Kindergarten im Seußlitzer Park und auch bei dem Wohnhaus vor dem Schloss hat es bereits geklappt: Beide Immobilien konnte die Gemeinde Nünchritz in den vergangenen Jahren an Liebhaber denkmalgeschützter Gebäude verkaufen. Und beide Häuser haben sich zu Schmuckstücken gemausert – trotz manch komplizierter Rechtslage, was Wegerecht oder Ähnliches betrifft, freut sich Bürgermeister Gerd Barthold (CDU).

Er hofft nun auf einen dritten Glücksgriff. Denn die Kommune will nun auch ihr letztes Wohnhaus in Seußlitz veräußern, der Gemeinderat hat dazu am Montagabend bereits den Grundsatzbeschluss gefasst. Das Objekt auf der Forststraße wird deshalb nun im Nünchritzer Amtsblatt sowie auf der Homepage der Gemeinde inseriert, der Mindestverkaufspreis liegt entsprechend einem Gutachten bei 55 000 Euro.

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Der Verkauf ist notwendig, weil sich die Gemeinde schlicht die notwendige Sanierung der Immobilie nicht leisten kann, heißt es aus dem Rathaus. In dem Haus befinden sich vier Wohnungen, drei davon sind vermietet. Bis auf einige private Modernisierungsmaßnahmen durch die Mieter selbst herrscht hier jedoch noch einfacher DDR-Standard. Elektrik, Sanitär und Fußböden müssten erneuert werden. Dazu kommt die Forsterheizung aus den 1970er Jahren, die durch eine moderne, zentrale Heizungsanlage ersetzt werden müsste. Insgesamt werden die notwendigen Sanierungskosten auf etwa 73 000 Euro geschätzt, hinzu kommen weitere Instandhaltungsmaßnahmen an der Gebäudehülle sowie auf dem 1 300 Quadratmeter großen Grundstück.

Bürgermeister Barthold glaubt nicht daran, dass ein Verkauf schon nach der ersten Ausschreibungsrunde zustande kommt. Trotzdem hofft er auf einen weiteren Liebhaber alter Gebäude für das Dorf, denn eine Sanierung würde die gesamte Forststraße aufwerten, sagt er. (SZ/ste)