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Gemeinde sucht Mittelweg

Die Parksituation in Westewitz verbessert sich zusehends. Ein Problem bleibt noch immer der Bereich um den Bahnhof.

© André Braun

Von Eric Mittmann

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Großweitzschen. Um die Parksituation in Westewitz zu verbessern, bemüht sich die Gemeideverwaltung um alternative Lösungen. „Wir wissen um die Lage“, erklärte Sven Krawczyk, zweiter stellvertretender Bürgermeister der Gemeinde Großweitzschen. „Allerdings wollen wir deswegen nicht mit der Keule ausholen. Wer etwas fordert, muss schließlich auch etwas geben.“

Weil Autofahrer ihre Pkw immer wieder auf den Gehwegen parkten, sollte zunächst der Bürgerpolizist häufiger patrouillieren (DA berichtete). Bei einem gemeinsamen Treffen mit Polizei und Straßenmeisterei wurde zudem vorgeschlagen, Parkverbotsschilder aufzustellen. Die Gemeinde entschied sich jedoch dagegen.

Stattdessen wollte man versuchen, auf die Anwohner zu zu gehen und veröffentlichte die Belange im Gemeindeblatt. „Wir wollten die Leute zum Nachdenken animieren und so erreichen, dass sie die Situation vielleicht in Eigenregie ändern“, so Krawczyk. „Die Lage hat sich bereits dadurch sehr verbessert. Das Problem ist jedoch nicht das wilde Parken auf den Gehwegen, sondern der Schulbus.“

Was Krawczyk damit meint, ist die Situation am Bahnhof und der Bushaltestelle, wo es ebenso häufig zu wildem Parken kommt. Dies sei zwar grundsätzlich nicht verboten, habe jedoch dazu geführt, dass der Schulbus die Haltestelle nicht richtig anfahren oder nur erschwert wieder verlassen konnte. „Auch dazu hatten wir einen Vorort-Termin mit der Polizei und der Regiobus Döbeln GmbH. Der Bahnhofsplatz gehört der Gemeinde. Es ist also an uns, eine Lösung zu finden.“

Diese sieht aktuell vor, die Einbahnstraße an der Haltestelle wieder in ihre alte Richtung zu drehen, um so zunächst das Anfahren für den Bus zu erleichtern. „Der Busfahrer entscheidet selbst, ob er die Haltestelle anfährt oder nicht. Sollte seiner Einschätzung nach die Sicherheit der Kinder nicht gewährleistet sein, ist es nur verständlich, wenn er es nicht tut.“

Mit einem Richtungswechsel der Einbahnstraße sei es jedoch nicht getan. Auch müssten einige Bäume gefällt und Hecken entfernt werden, um freie Sicht für den Busfahrer zu gewähren. Gleichzeitig soll auch das Parkplatzproblem selbst gelöst werden.

Entsprechend einem Vorschlag der Polizei wolle man dazu vier Stellplätze am Bahnhof einrichten. Der restliche Bereich wird zur Parkverbotszone. „In gewisser Weise ist dieser Schritt ja auch vollkommen logisch. Schließlich ist es bereits jetzt verboten, vor oder hinter einer Bushaltestelle zu parken.“

Damit durch die Veränderungen niemand vor den Kopf gestoßen wird, wolle man auch weiter das Gespräch suchen. „In diesem Moment können wir nur sagen, dass uns das Problem bekannt ist und wir nach der bestmöglichen Lösung suchen. Dazu braucht es jedoch auch etwas Zeit.“