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Gemeinde verliert Einwohner

Die Bevölkerungszahl von Neukirch liegt jetzt nur noch bei knapp über 5 000. Damit sie nicht weiter sinkt, steuert die Gemeinde dagegen.

© Steffen Unger

Neukirch. Die Gemeinde Neukirch hat im vergangenen Jahr über 50 Einwohner verloren. Die Bevölkerungszahl sank von 5069 (Stand 1. Januar 2016) auf 5017 zu Beginn dieses Jahres. Das bedeutet ein Minus von rund einem Prozent.

Im vergangenen Jahr konnten sich 42 Familien im Ort über Nachwuchs freuen – genau so viele, wie im Jahr zuvor. 69 Menschen starben 2016. Im Jahr 2015 waren es 53. Auch beim Saldo von Zu- und Wegzügen schnitt die Gemeinde im vergangenen Jahr schlechter ab. 328 Menschen zogen nach Neukirch, 357 zogen weg. In dieser Statistik sind auch die der Gemeinde zugewiesenen Asylbewerber enthalten.

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Ziel der Gemeinde ist es, mindestens 5 000 Einwohner auf Dauer zu behalten. Bürgermeister Jens Zeiler (CDU) bringt es auf die Formel „5 000 plus“. Um dieses Ziel zu erreichen, will Neukirch zum einen fürs Wohnen noch attraktiver werden. Am Schenkenweg gibt es Pläne für einen neuen Wohnungsbaustandort. Neben rund 20 Eigenheimen soll dort auch Platz für Mehrfamilienhäuser sein. Die Gemeinde will damit eine Bedarfslücke schließen. „Wohnen für alle ist unser Anspruch. Es fehlt an Mietwohnungen mit gehobenem Komfort“, sagte Jens Zeiler. Außerdem will sich Neukirch als Wirtschaftsstandort weiter profilieren. Zurzeit gibt es in der Gemeinde rund 2 000 Arbeitsplätze – gemessen an der Einwohnerzahl ein Spitzenwert im Landkreis. Diese Position wolle man halten und ausbauen, indem in den kommenden Jahren im Osten Neukirchs ein neues Gewerbegebiet in Verbindung mit dem Hochwasserschutz „vorsichtig“ erschlossen wird, sagte der Bürgermeister. (SZ/ir)