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Gemeinde verliert rund 700 Einwohner

Die Verwaltung in Schmölln-Putzkau analysierte die Entwicklung der vergangenen 20 Jahre. Das Ergebnis überrascht nicht, es ist aber ernüchternd.

© Steffen Unger

Schmölln-Putzkau. In Putzkau, Schmölln, Neuschmölln und Tröbigau leben zurzeit 3 050 Menschen. Im Jahr 1998 waren es in allen vier Ortsteilen der Gemeinde Schmölln-Putzkau 3 750. Diese Zahlen gehen aus einer Statistik zur Einwohnerentwicklung hervor, die jetzt dem Gemeinderat vorgestellt wurde. Mit einem Bevölkerungsrückgang von 700 Menschen folgt Schmölln-Putzkau dem demografischen Trend in Sachsen außerhalb der Großstädte: Anhaltender Wegzug sowie mehr Sterbefälle als Geburten sorgen für Einwohnerschwund.

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800 Einwohner der Gemeinde, mehr als ein Viertel, sind 65 Jahre oder älter. Im Jahr 1998 lag ihr Anteil noch bei 16 Prozent. Momentan leben in den vier Dörfern 455 Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre. Damit haben sie einen Anteil von 15 Prozent an der Bevölkerung. Das sind fast vier Prozentpunkte weniger als im Jahr 1998. Weitgehend ausgeglichen ist das Verhältnis zwischen den Geschlechtern. 1 548 Frauen standen Ende des vergangenen Jahres 1504 Männer gegenüber.

In den Jahren 2016 und 2017 war die Einwohnerzahl konstant, sie ging nicht weiter zurück. „Möglich, dass wir die Talsohle erreicht haben“, hofft Bürgermeister Achim Wünsche (parteilos). Um daraus einen verlässlichen Trend abzuleiten, ist es jedoch noch zu früh. Offen ist vorerst auch, was die Statistik für die weitere Arbeit der Gemeinde bedeutet. Zurzeit erweitert sie die Kindertagesstätte, weil dort mehr Betreuungsplätze gebraucht werden. Pläne gibt es für ein neues Wohngebiet in Schmölln. Aktuell werden Lücken bebaut oder bestehende Häuser von der älteren an die jüngere Generation weitergegeben. (SZ)