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Gemeinden müssen mehr für Reparaturen zahlen

Ebersbach-Neugersdorf verlangt mehr Geld für Dienstleistungen aus der Feuerwehrwerkstatt. Das wirkt sich auf andere Kommunen im Oberland aus.

© Uwe Soeder

Von Gabriela Lachnit

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Oberland. Seit Anfang Februar gilt in Ebersbach-Neugersdorf eine neue Entgeltordnung für Dienstleistungen aus der Atemschutzwerkstatt. Die Oberlandstadt verfügt seit Jahren über eine solche Einrichtung. Sie ist bei der Feuerwehr in Neugersdorf angesiedelt und nach den aktuellen technischen Normen ausgestattet. In dieser Werkstatt werden Atemschutzgeräte, Atemschutzmasken und das entsprechende Zubehör gewartet, gereinigt und geprüft. Wenn es möglich ist, wird das alles auch repariert.

Ein neuer Atemluftkompressor und modernste Prüftechnik konnte die Stadt in den vergangenen beiden Jahren mit Hilfe von Fördermitteln anschaffen. „Notwendig war das, weil die bisher verwendeten Geräte nicht mehr dem aktuellen Stand der Technik entsprochen haben und ziemlich verschlissen waren“, berichtete Hauptamtsleiterin Alexandra Kind vor dem Stadtrat Ebersbach-Neugersdorf. Die Leistungen der Atemschutzwerkstatt kommen vorrangig den Feuerwehren in Ebersbach und Neugersdorf zugute. Die Dienstleistungen werden aber auch Feuerwehren aus anderen Gemeinden in der Region angeboten. Die Stadt Ebersbach-Neugersdorf stellt dafür zwölf Stunden in der Woche qualifiziertes Personal zur Verfügung, das die Aufgaben in der Werkstatt übernimmt. Die Arbeiten in der Atemschutzwerkstatt werden von anderen Feuerwehren gern in Anspruch genommen. Damit umgehen sie die oft sehr langen Wartezeiten, die bei der Wartung der Geräte im Feuerwehrtechnischen Zentrum (FTZ) in Zittau anfallen und in dieser Zeit die Einsatzbereitschaft der Feuerwehren beeinträchtigen. Denn die Menge der vorrätigen Atemschutztechnik ist begrenzt.

Die Spreequellstadt war über die Sächsische Gemeindeordnung angehalten, die Kosten für die Gerätewartung nach betriebswirtschaftlichen Grundsätzen zu kalkulieren und die entsprechenden Entgelte festzulegen. Die Werkstattleistungen werden jetzt auf privatrechtlicher Basis abgerechnet. Die neuen Entgelte sind deutlich höher als die bisher erhobenen Gebühren. „Deshalb können wir nicht ausschließen, dass einige Gemeinden, die bisher unsere Werkstatt genutzt haben, zukünftig wieder ein FTZ mit der Wartung und Reparatur der Atemschutzgeräte beauftragen“, sagte Alexandra Kind. In welcher Größenordnung das der Fall sein werde, könne die Hauptamtsleiterin nicht sagen. Es werde auch bei den Feuerwehrtechnischen Zentren in absehbarer Zeit eine Änderung bei den Entgelten geben, schildert sie.

Die Entgelterhöhung ist bereits im letzten September vom Verwaltungsausschuss des Stadtrates beraten worden. Damals ist festgelegt worden, dass die Gemeinden, die die Werkstatt nutzen, über die Erhöhung der Entgelte für die Dienstleistungen informiert werden sollten. Das sei erfolgt, hatte die Hauptamtsleiterin vor Kurzem dem Stadtrat berichtet. Eine Reaktion der Gemeinden dazu sei bei der Stadtverwaltung Ebersbach-Neugersdorf bis Ende Januar dazu nicht eingegangen. (SZ/gla)