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Gemeinden sparen beim Breitbandausbau

Mehrere Anbieter interessieren sich für den Ausbau des schnellen Internets. Das bringt für drei Kommunen Vorteile.

© Symbolbild/dpa

Ostrau/Großweitzschen. Noch im Juni stand die Versorgung der Gemeinde Großweitzschen mit dem schnellen Internet auf der Kippe. Denn der Eigenanteil an den Kosten, den die Kommune aufbringen sollte, war mit rund 980 000 Euro enorm. Für die Gemeinde Ostrau waren es zu diesem Zeitpunkt 350 000 Euro und für Zschaitz Ottewig 275 000 Euro.

Aber jetzt hat sich das Blatt gewendet – zum Vorteil für alle drei Kommunen. Die ursprüngliche Kostenschätzung hatte eine Beraterfirma erarbeitet. Die war davon ausgegangen, dass die nötigen Kabel für den Breitbandausbau komplett neu verlegt werden müssen. Dazu wären entsprechend umfangreiche Tiefbauarbeiten notwendig gewesen, erklärt Ostraus Bürgermeister Dirk Schilling (CDU). Inzwischen hätten aber mehrere Telekommunikationsunternehmen ihr Interesse bekundet, den Ausbau des schnellen Internets in den Bereichen zu übernehmen, die von dem bisherigen Anbieter nicht versorgt werden. In Ostrau sind das 30 Prozent des Gemeindegebietes, in Zschaitz 70 Prozent und in Großweitzschen 90 Prozent. Unter den Firmen sind solche, die bereits eigene Netze in der Region haben, so dass sie Leerrohre nutzen, aber auch andere Verfahren für das Verlegen der Kabel anbieten können.

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Dadurch verringert sich der Gesamtbetrag für den Ausbau und damit auch der Eigenanteil der Kommunen erheblich. Für Ostrau liegt dieser jetzt noch bei 138 000 Euro, für Zschaitz bei 120 000 Euro und für Großweitzschen bei 260 000 Euro. „Wir werden ausbauen“, sagt Dirk Schilling. Dabei werde das Glasfaserkabel bis ins Haus verlegt und den Nutzern stehen künftig 100 Mbit/s zur Verfügung.

Ein wenig Geduld brauchen die Einwohner trotzdem noch. Zwar werde der Förderantrag für die drei Kommunen bis Ende September gestellt und Ostraus Bürgermeister rechnet etwa in einem halben Jahr mit einer Bewilligung. Von da an werde es allerdings noch etwa 24 Monate dauern, bis der Breitbandausbau abgeschlossen ist und alle Haushalte das schnelle Internet nutzen können. (DA/rt)