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Döbeln

Gemeinden statten Feuerwehren neu aus

Die Kameraden sollen neue Kleidung und Ausrüstung erhalten. Manches steht nicht zum ersten Mal auf der Liste.

Stiefel gehören zu den Dingen, die in den Ortswehren ersetzt werden müssen.
Stiefel gehören zu den Dingen, die in den Ortswehren ersetzt werden müssen. © Verena Toth

Ostrau/Zschaitz-Ottewig. Bei der Ausstattung mit Dienst- und Schutzkleidung sowie der Ausrüstung der Feuerwehr scheint die Gemeinde Zschaitz-Ottewig einen größeren Nachholbedarf zu haben als Ostrau.

Beide Gemeinden haben während ihrer Ratssitzungen Beschlüsse zur Anschaffung zahlreicher Utensilien gefasst. Aber die Liste der Gegenstände ist bei den Zschaitzern um einiges länger als bei den Ostrauern. Allein der Bedarf an Kleidung umfasst 22 Positionen mit 137 Einzelteilen. Dazu gehören Uniformhosen, Sakkos, Wintermützen, Schutzhandschuhe, Latzhosen, Feuerwehrhelme und Schnürstiefel. 

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„Alles, was verschlissen ist, soll ausgetauscht werden“, sagt der Zschaitzer Bürgermeister Immo Barkawitz (parteilos). Einer der 30 Kameraden der Ortswehren von Zschaitz und Ottewig benötigt eine komplett neue Ausstattung. Mit den Anschaffungen wolle die Gemeinde zeigen, dass sie hinter den Kameraden und ihrer ehrenamtlichen Arbeit bei der Feuerwehr stehe.

In Ostrau umfasst die Liste zehn Positionen mit 90 Einzelteilen. Ein Rittmitzer Kamerad soll eine komplett neue Dienstkleidung erhalten. Der größte Posten sind 40 Feuerwehrschutzhandschuhe, die die Kameraden in Ostrau, Rittmitz, Schrebitz und Noschkowitz bekommen. Für die Mädchen und Jungen der Jugendfeuerwehr sind neue Parkas und Schutzhandschuhe gedacht.

Die Zschaitzer planen für die neue Kleidung einen Betrag von reichlich 7.000 Euro ein und die Ostrauer von 6.500 Euro. Beide Gemeinden hoffen auf eine 40-prozentige Förderung über die Richtlinie Feuerwehrwesen, sodass Zschaitz letztendlich rund 4.700 Euro und Ostrau 3.900 Euro im Haushalt 2020 einstellen.

Sind vier Wehren zu viel?

Während die Zschaitzer Räte alle für die Anschaffungen stimmen, gibt es in Ostrau zwei Enthaltungen. Ralf Vogt regt an, zu prüfen, ob statt der derzeit vier auch drei Ortswehren ausreichen. Denn die Einsatzstatistiken besagen, dass die kleinen Wehren nur selten ausrücken. Das sieht Ostraus Bürgermeister Dirk Schilling (CDU) nicht ganz so. Über das Thema könne zwar im Gemeinderat gesprochen werden. Die für die Neu- und Ersatzbeschaffungen nötigen Beträge sollen aber im Haushalt für 2020 stehenbleiben.

Auch bei den Ausrüstungsgegenständen ist die Zschaitzer Liste mit 13 Positionen und 62 Einzelteilen länger als die Ostrauer mit acht Positionen und 25 Teilen. „Die mobile Staustelle beantragen wir schon seit fünf Jahren“, sagt der Zschaitzer Gemeinderat und Orswehrleiter Ottmar Kunze. Auch die Druckschläuche werden dringend benötigt, vor allem für Feldbrände. „Die werden immer mehr“, so der Ortswehrleiter.

Für die Ostrauer und Schrebitzer Wehren sollen unter anderem ein Laubbläser, ein Stromerzeuger und eine Kettensäge angeschafft werden. Knapp 6.500 kostet das die Gemeinde Ostrau und rund 6.400 Euro die Zschaitzer. Auch bei diesen Anschaffungen ist eine Förderung in Höhe von 40 Prozent möglich. In beiden Gemeinden stimmen alle Räte den Anschaffungen zu.

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